Photma-BL – Handbuch

Version 0.10.1 · Fotos und Videos ansehen, ordnen, auf der Karte zeigen, Duplikate aufräumen, EXIF ändern, vom Android-Handy oder aus Ordnern, von Festplatten, USB-Sticks, Cloud-Ordnern und ZIP-Exporten holen (Kabel oder WLAN beim Handy) und aufs Handy zurückkopieren · Windows-Programm, lokal

1 · Erste Schritte Starten und die ersten Fotos einlesen

Was ist Photma-BL?

Ein Programm für Windows-PCs – keine App fürs Handy. Photma-BL läuft auf dem PC. Die Handy-Funktionen (Fotos holen per Kabel oder WLAN, aufs Handy zurückkopieren) gehen nur mit Android-Handys (z. B. Google Pixel, Samsung, Xiaomi), nicht mit dem iPhone – siehe Android-Handy oder iPhone?. Alles andere (Fotoordner einlesen, Ansichten, Karte, Duplikate, EXIF) funktioniert mit Fotos von jeder Kamera und jedem Handy, auch vom iPhone.

Photma-BL liest Ihre Fotoordner ein und zeigt die Fotos geordnet nach Aufnahmedatum, nach Ort (aus den GPS-Daten der Fotos) und nach Ordner – auch kombiniert, etwa „2021 und 2023 in Florenz“ – und auf einer Karte. Es findet exakt gleiche und ähnliche Fotos (Duplikate), zeigt sie übersichtlich nebeneinander und hilft beim Aufräumen.

Grundsatz: Ihre Fotos werden nicht umbenannt und nicht umsortiert. „Nach Datum“ und „Nach Ort“ sind nur Ansichten im Programm. Dateien ändert Photma-BL nur auf Ihren ausdrücklichen Befehl: Aussortieren (Verschieben in einen Ordner _aussortiert, zurückholbar – ab 0.4.2 für jedes Foto, nicht nur für Duplikate) und ab 0.3 EXIF ändern (vorher wird das Original im Ordner _exif_original gesichert). Beides lässt sich zurücknehmen. Gelöscht wird nur, was Sie ab 0.4.2 in der Ansicht „Aussortiert“ ausdrücklich mit „Endgültig löschen …“ löschen. Ab 0.4 legt „Vom Handy holen“ neue Dateien im gewählten Zielordner an – überschrieben wird dabei nichts, und auf dem Handy wird nichts geändert. Auf das Handy schreibt Photma-BL nur mit dem Assistenten „Aufs Handy zurückkopieren“ (ab 0.7) und erst nach Ihrer Bestätigung – auch dort ohne Überschreiben und ohne Löschen.

Photma-BL vereint nach und nach die Programme GeoLocation-BL (Orte) und AndroidFilerBL (Handy-Import) in einem Programm. Ab Version 0.2 kann es alles, was GeoLocation-BL kann; ab 0.4 holt es auch Fotos und Videos per USB-Kabel vom Android-Handy – beim zweiten Mal nur noch Neues (siehe Fotos vom Handy holen), ab 0.5 auch ohne Kabel per WLAN (siehe Handy per WLAN), ab 0.7 auch zurück aufs Handy, z. B. auf ein neues (siehe Aufs Handy zurückkopieren).

Android-Handy oder iPhone?

Photma-BL spricht das Handy über die „Android Debug Bridge“ (adb) an. Die gibt es nur für Android. Deshalb:

FunktionAndroid-HandyiPhone
Fotos und Videos vom Handy holen (Kabel, ab 0.4)janein
Fotos vom Handy holen per WLAN (ab 0.5)ja, ab Android 11 (ältere nach einmaligem Freischalten per Kabel)nein
Aufs Handy zurückkopieren (ab 0.7)janein
Fotos ansehen, Karte, Duplikate, EXIF – sobald die Fotos in einem Ordner am PC liegenjaja (HEIC-Fotos mit pillow-heif, in der EXE eingebaut)

iPhone-Fotos trotzdem in Photma-BL

  1. iPhone per Kabel an den PC anschließen, entsperren und am iPhone „Diesem Computer vertrauen?“ mit „Vertrauen“ bestätigen.
  2. Im Windows-Explorer unter „Dieser PC“ das iPhone öffnen (Internal Storage → DCIM) und die Ordner in einen Ordner am PC kopieren – oder in der Windows-App „Fotos“ auf „Importieren“ gehen.
  3. Diesen Ordner in Photma-BL als Fotoordner hinzufügen (Erste Schritte). Oder: den Ordner mit „Aus Ordner oder ZIP holen“ in Ihre Sammlung kopieren – dann kommt beim nächsten Mal nur Neues.

Ohne die Android-Technik gibt es für das iPhone kein „nur Neues holen“ und kein „schon geholt“ – das erledigt dann der Explorer bzw. die Fotos-App. Doppelt kopierte Fotos findet Photma-BL anschließend als Duplikate. Damit das iPhone die Originale (HEIC) überträgt statt sie beim Kopieren umzuwandeln, gibt es am iPhone unter Einstellungen → Fotos die Einstellung für die Übertragung auf Mac oder PC („Originale behalten“) – die genaue Bezeichnung hängt von der iOS-Version ab.

Starten: EXE (empfohlen) oder Python

1. Die EXE – empfohlene Startart

Die EXE photma_bl_v0_8_1.exe ist ein einzelnes Programm, das alles Nötige enthält (Python, Pillow, pillow-heif für iPhone-Fotos). Sie braucht keine Installation und kein Python auf dem Rechner.

  • Fertige EXE vorhanden (z. B. von der Website): an einen festen Ort kopieren, etwa D:\Programme\Photma-BL\, und per Doppelklick starten. Gern eine Verknüpfung auf den Desktop oder ins Startmenü legen. Katalog und Einstellungen legt die EXE daneben im Ordner Photma-Daten ab – Ordner samt EXE lässt sich so auf einen anderen PC mitnehmen (siehe Wo liegen die Daten?).
  • EXE selbst bauen: im entpackten ZIP build_photma_bl.bat doppelklicken (einmalig Python und Internet nötig). Das Skript installiert die Pakete, baut pillow-heif mit ein und öffnet am Ende den Ordner %LOCALAPPDATA%\Photma-BL-Build\dist mit der fertigen EXE. Die Zeile „HEIC-Fotos (pillow-heif) eingebaut: JA“ bestätigt die iPhone-Unterstützung. Die EXE von dort an ihren festen Ort kopieren – der Bau-Ordner wird beim nächsten Bau geleert (startet man sie trotzdem dort, legt sie ihre Daten vorsichtshalber lokal ab).
Warum die EXE? Sie startet ohne Konsolenfenster, ist unabhängig von der installierten Python-Version und enthält genau die geprüften Paketstände. Ein späteres pip install wirkt nur auf Python, nicht auf eine schon gebaute EXE – fehlt der EXE etwas, wird sie neu gebaut.
EXE von der Website – das sollten Sie wissen (ab 0.8)
  • Voraussetzung: Windows 10 oder Windows 11. Ältere Windows-Versionen (7, 8.1) gehen nicht. Für die Oberfläche braucht Photma-BL Edge oder Chrome – Edge ist in Windows immer vorhanden.
  • Die EXE ist alles. Nichts weiter installieren, kein Python, keine Zusatzpakete. Beim ersten Start legt sie neben sich den Ordner Photma-Daten an (Katalog, Einstellungen).
  • Eigener Ordner: Kommt die EXE in einem ZIP, zuerst entpacken – nicht direkt aus dem ZIP starten (Windows startet sie dann aus einem temporären Ordner, der wieder gelöscht wird). Die EXE in einen eigenen Ordner legen, z. B. D:\Programme\Photma-BL\, nicht in den Windows-Ordner „Programme“ (dort darf sie nichts speichern).
  • Windows-Warnung beim ersten Start: Die EXE ist nicht digital signiert (das kostet für kleine, kostenlose Programme jährlich Geld). Windows zeigt deshalb „Der Computer wurde durch Windows geschützt“ (SmartScreen). Klicken Sie auf „Weitere Informationen“ und dann auf „Trotzdem ausführen“. Das ist nur beim ersten Start nötig.
  • Virenscanner: Manche Virenscanner melden Programme, die wie Photma-BL mit PyInstaller gebaut sind, fälschlich als verdächtig. Laden Sie die EXE nur von replikant.net. Hält Ihr Virenscanner sie fest, geben Sie sie dort frei oder fragen Sie beim Hersteller des Virenscanners nach einer Prüfung.
  • Handy: Die Handy-Funktionen gehen nur mit Android; am Handy muss USB-Debugging bzw. kabelloses Debugging eingeschaltet sein (siehe Fotos vom Handy holen). adb lädt Photma-BL erst auf Knopfdruck.

2. Die Python-Fassung

Python 3.10 oder neuer von python.org installieren (den „py launcher“ aktiviert lassen). Dann start_photma_bl.bat doppelklicken: fehlende oder veraltete Pakete (Pillow ab 12.3.0, optional pillow-heif) werden automatisch installiert, danach öffnet sich das Programmfenster. start_photma_bl.bat --check zeigt eine Systemprüfung in der Konsole.

Die Python-Fassung legt ihre Daten in einem Ordner Photma-Daten neben dem entpackten Programmordner ab (z. B. D:\Programme\Photma-Daten neben D:\Programme\Photma-BL_v0.10.1). Eine neue Version entpacken Sie an dieselbe Stelle – sie findet dann dieselben Daten.

Das Programmfenster

Photma-BL arbeitet wie Babierlos-BL: ein kleiner Server nur auf Ihrem Rechner (127.0.0.1, mit Sitzungsschlüssel) und die Oberfläche in einem schlanken Browserfenster (Chromium, Chrome oder Edge im App-Modus; sonst Firefox oder ein Tab im Standardbrowser). Wird Photma-BL ein zweites Mal gestartet, öffnet sich nur das Fenster der laufenden Instanz.

Schließen des Fensters beendet Photma-BL (nach einigen Sekunden). Sind mehrere Fenster offen (z. B. weil Photma-BL ein zweites Mal gestartet wurde), läuft es ab 0.3.3 weiter, bis das letzte geschlossen ist. Läuft gerade ein Auftrag (z. B. Einlesen), wird dessen Ende abgewartet. Ein Symbol im Infobereich oder „Mit Windows starten“ gibt es bewusst nicht.

Erste Schritte

  1. Fotoordner hinzufügen (oben „Fotoordner“ oder beim ersten Start in der Mitte). Im Auswahlfenster ein Laufwerk und dann Ordner anklicken oder den Pfad eintippen, z. B. D:\Fotos, dann „Diesen Ordner wählen“. Netzwerkordner: siehe Netzwerkordner.
  2. Der Ordner wird sofort samt Unterordnern eingelesen. Unten in der Statusleiste stehen Fortschritt und „Abbrechen“.
  3. Danach erscheinen links die Ansichten. Weitere Ordner lassen sich jederzeit hinzufügen; ein Ordner innerhalb eines schon eingetragenen wird abgelehnt (er wird dort ohnehin mit eingelesen).
  4. „Einlesen“ (grüne Schaltfläche oben) prüft alle Fotoordner erneut. Ausgewertet werden nur neue und geänderte Dateien (Pfad, Größe, Änderungszeit) – das geht auch bei großen Sammlungen schnell.

Gelesen werden JPG, PNG, TIFF, WebP, HEIC/HEIF (mit pillow-heif) sowie RAW-Dateien (DNG, NEF, CR2, ARW, ORF, RW2, PEF, SRW – siehe RAW/DNG). Ordner namens _aussortiert und _exif_original, versteckte und Systemordner werden übersprungen.

Fotoordner neu zuweisen (ab 0.3)

Liegt ein eingetragener Fotoordner jetzt woanders – auf einem anderen PC, unter einem anderen Laufwerksbuchstaben (E:\ statt D:\) oder verschoben –, wählen Sie unter Fotoordner bei diesem Ordner „Neu zuweisen …“ und zeigen den neuen Ort. Photma-BL stellt den Katalog um, ohne neu einzulesen: Aufnahmedaten, Orte, Prüfsummen, Fingerabdrücke, Vorschaubilder sowie die Listen „Aussortiert“ und „EXIF geändert“ bleiben erhalten. Vorher prüft es an einer Stichprobe, ob die Fotos dort wirklich liegen; findet es keins, fragt es nach („Trotzdem umstellen“). Ein anschließendes „Einlesen“ gleicht nur noch Änderungen ab.

Ist ein Fotoordner beim Einlesen nicht erreichbar (USB-Platte abgezogen, Netzlaufwerk getrennt), bleibt sein Katalog unverändert erhalten; er wird nur als „nicht erreichbar“ gemeldet. Fotos verschwinden aus dem Katalog nur, wenn ein erreichbarer Ordner vollständig durchsucht wurde und die Datei dort fehlt.
2 · Anleitungen Schritt für Schritt: eine bestimmte Aufgabe erledigen

Netzwerkordner (NAS, anderer PC) – ab 0.1.1

Fotos auf einem NAS oder einem anderen PC im Heimnetz lassen sich genauso eintragen wie lokale Ordner:

  1. Fotoordner hinzufügen öffnet die Ordnerauswahl. Unter den Laufwerken steht der Bereich „Netzwerk“.
  2. „Im Netzwerk suchen“ klicken (ab 0.1.2). Photma-BL findet nach wenigen Sekunden NAS und PCs mit Dateifreigabe im Heimnetz und zeigt sie mit Namen und Adresse, z. B. „DiskStation (192.168.178.20)“. Ein Klick auf ein Gerät zeigt seine freigegebenen Ordner.
    Alternativ den Namen oder die Adresse eintippen (\\NAS, \\192.168.1.20) und „Freigaben anzeigen“ klicken.
  3. Eine Freigabe anklicken, bei Bedarf weiter in Unterordner, dann „Diesen Ordner wählen“.

Einmal benutzte Server erscheinen beim nächsten Mal direkt in der Liste. Der Pfad kann auch oben eingetippt werden, z. B. \\NAS\Fotos\Urlaub.

Anmeldung: Verlangt das NAS Benutzername und Passwort, einmal im Windows-Explorer \\NAS öffnen, anmelden und „Anmeldedaten speichern“ ankreuzen. Photma-BL benutzt dann dieselbe Anmeldung; es speichert selbst keine Passwörter.

Verbundene Netzlaufwerke (Z: usw.)

In der Laufwerksliste steht hinter einem Netzlaufwerk sein Ziel, z. B. Z:\ → \\NAS\Fotos. Wählt man einen Ordner darauf, speichert Photma-BL den Netzwerkpfad (\\NAS\Fotos\…) statt des Laufwerksbuchstabens. So funktioniert der Fotoordner auch, wenn das Laufwerk einmal nicht oder unter einem anderen Buchstaben verbunden ist.

Wenn das NAS aus ist

  • Photma-BL wartet höchstens wenige Sekunden auf eine Antwort und friert nicht ein. Der Fotoordner wird als „nicht erreichbar“ angezeigt.
  • Katalog, Ansichten und schon erzeugte Vorschaubilder bleiben vollständig erhalten und benutzbar. Nur die Großansicht und das Aussortieren brauchen das NAS.
  • Beim Einlesen bleiben Fotos aus Ordnern, die gerade nicht lesbar waren, im Katalog – ein kurzer Netzwerk-Aussetzer entfernt nichts.

Hinweis: Das erste Einlesen eines großen NAS-Ordners dauert länger als lokal, weil jedes Foto einmal über das Netz gelesen wird. Danach werden nur neue und geänderte Fotos ausgewertet.

Fotos vom Handy holen (USB-Kabel) – ab 0.4

Ohne Kabel: ab 0.5 auch per WLAN – Einrichtung siehe Handy per WLAN. Alles in diesem Kapitel ab „3. Holen“ gilt für Kabel und WLAN gleich.

Nur Android: Diese Funktion geht nur mit Android-Handys – iPhones lassen sich nicht anschließen (siehe Android-Handy oder iPhone?).

Photma-BL holt Fotos und Videos von einem Android-Handy am USB-Kabel auf den PC – beim ersten Mal alles, danach nur noch Neues. Oben „Handy“ oder links „Vom Handy holen“ öffnet die Seite dafür.

Beim Holen wird das Handy nur gelesen. Photma-BL löscht und ändert dort nichts – auch nicht nach dem Kopieren. (Auf das Handy schreibt nur der eigene Assistent „Aufs Handy zurückkopieren“.) Am PC entstehen beim Holen nur neue Dateien im gewählten Zielordner; vorhandene Dateien werden nie überschrieben. Schon geholte Dateien verschiebt Photma-BL am PC nur, wenn Sie es ausdrücklich bestätigen (siehe Ordnerstruktur wie auf dem Handy). Der Zeitstempel der Dateien bleibt erhalten (ein Foto vom Juli 2024 behält am PC den Juli 2024).

Technik: Photma-BL spricht das Handy über die „Android Debug Bridge“ (adb) an – wie AndroidFilerBL –, nicht über den Windows-Explorer (MTP). Nur so sind Zeitstempel und Dateigrößen verlässlich, und nur so lässt sich sicher erkennen, was schon geholt wurde. iPhones lassen sich so nicht anschließen (adb gibt es nur für Android).

1. Einmalig am Handy: USB-Debugging einschalten

  1. Entwickleroptionen freischalten: am Handy Einstellungen ▸ Über das Telefon (je nach Hersteller auch System ▸ Über das Telefon oder Softwareinformationen) und dort siebenmal auf „Build-Nummer“ tippen, bis „Sie sind jetzt Entwickler“ erscheint.
  2. USB-Debugging einschalten: Einstellungen ▸ System ▸ Entwickleroptionen (bei Samsung: Einstellungen ▸ Entwickleroptionen ganz unten) ▸ Schalter „USB-Debugging“ an.
  3. Kabel anschließen – ein Datenkabel, kein reines Ladekabel (am besten das mitgelieferte). Das Handy entsperren.
  4. Auf dem Handy erscheint „USB-Debugging zulassen?“: Haken bei „Diesem Computer immer vertrauen“ setzen und „Zulassen“ tippen.
Erscheint die Frage nicht: in den Entwickleroptionen „USB-Debugging-Autorisierungen widerrufen“ tippen, Kabel abziehen und neu anstecken. Bleibt das Handy unsichtbar, in der Benachrichtigung „USB“ den Modus „Dateiübertragung“ wählen; manche Handys (z. B. Samsung) brauchen unter Windows zusätzlich den USB-Treiber des Herstellers.

2. Einmalig am PC: das Werkzeug „adb“

Fehlt adb noch, zeigt die Handy-Seite zwei Wege:

  • „adb herunterladen …“ – nach einem Hinweis lädt Photma-BL die offiziellen Android SDK Platform-Tools direkt von Google (dl.google.com, einige MB) und legt sie im Datenordner unter werkzeuge\platform-tools ab. Sie ziehen mit dem Datenordner um und lassen sich mit ihm auf einen anderen PC mitnehmen. Für die Platform-Tools gelten die Lizenzbedingungen von Google.
  • „Vorhandenes adb.exe wählen …“ – z. B. das von AndroidFilerBL (Ordner tools\platform-tools) oder aus einer Android-Studio-Installation.

Außerdem findet Photma-BL adb von selbst, wenn es neben dem Programm im Ordner platform-tools liegt, im Windows-Suchpfad steht oder zu einem Android SDK gehört. Vorrang haben in dieser Reihenfolge: selbst gewähltes adb.exe, die eigene heruntergeladene Kopie, adb neben dem Programm – erst dann das adb anderer Programme. Benutzt Photma-BL das adb von Android Studio (unter AppData\Local\Android\Sdk) oder aus dem Suchpfad, sagt die Seite das und bietet „Eigene Kopie herunterladen …“ an (ab 0.4.1). Grund: Laufen zwei Programme mit verschiedenen adb-Versionen (z. B. Android Studio und AndroidFilerBL), beendet jedes die Verbindung des anderen („adb server version doesn't match“). Am stabilsten nutzen alle Programme dieselbe adb.exe – z. B. AndroidFilerBL und Photma-BL beide dieselbe Kopie. „Herunterladen“ holt immer die neueste Fassung von Google; erneutes Herunterladen ersetzt die eigene Kopie. Während Photma-BL mit dem Handy arbeitet, läuft im Hintergrund ein kleines adb-Programm; hat Photma-BL es gestartet, beendet es es beim Schließen wieder (ein von einem anderen Programm gestartetes bleibt).

3. Holen

  1. Handy anschließen. Die Seite zeigt das Handy mit Namen und „bereit“ – oder, was noch fehlt (z. B. „nicht freigegeben – bitte auf dem Handy … Zulassen“). Ist kein Handy da, sieht Photma-BL alle paar Sekunden nach.
  2. „Handy durchsuchen“ – Photma-BL sucht Fotos und Videos in Kamera (DCIM), Bilder (Pictures, z. B. Screenshots, Telegram, Signal), Filme, WhatsApp, Telegram und Download, auf dem internen Speicher und einer SD-Karte. Versteckte Ordner (Vorschaubilder) und der Android-Papierkorb werden übersprungen. Weitere Ordner lassen sich unter „Weitere Ordner auf dem Handy durchsuchen …“ angeben, z. B. /sdcard/Bilder/Urlaub.
  3. Ordner auf dem Handy an- oder abhaken. Die Tabelle zeigt je Ordner die Anzahl Fotos und Videos und was davon neu, schon da oder am PC nicht mehr vorhanden ist. „Download“ ist anfangs abgehakt (dort liegen meist keine eigenen Fotos). Ihre Auswahl merkt sich Photma-BL je Handy.
  4. Ordner ausschließen (ab 0.8.4): Ein Ordner, den Sie nie wieder vom Handy holen wollen, lässt sich in der linken Spalte per Rechtsklick auf den Ordner → „Entfernen und nie wieder vom Handy holen …“ loswerden. Die Rückfrage nennt das Handy, die betroffenen Ordner auf dem Handy und die Zahl der Dateien. Danach gehen die Fotos dieses Handys aus dem Ordner nach _aussortiert (zurückholbar mit „Rückgängig“ oder unter „Aussortiert“), und die Handy-Ordner werden bei jedem weiteren Abgleich übersprungen. Der Ausschluss gilt nur für das verbundene Handy; Dateien im Ordner, die nicht von diesem Handy stammen, bleiben liegen; auf dem Handy wird nichts verändert. Erkennbar ist er auf dieser Seite: der Ordner trägt das Kennzeichen „ausgeschlossen“ (Häkchen gesperrt) und steht im Abschnitt „Vom Holen ausgeschlossen“. Dort hebt „Wieder zulassen“ den Ausschluss auf; schon aussortierte Fotos kommen dann nicht von selbst zurück, sie erscheinen unter „Fehlt am PC“ und lassen sich auf Wunsch erneut holen. Der Ausschluss betrifft genau den Ordner; Unterordner, die später auf dem Handy neu entstehen, werden weiter geholt. Ein Handy muss verbunden sein (Kabel oder WLAN), sonst bietet Photma-BL den Ausschluss nicht an.
    Seit 0.8.6: Als Handy-Ordner gilt nur, was Photma-BL dorthin geholt hat – ein Foto, das schon vorher in einem eigenen Ordner lag, macht diesen nicht zum Handy-Ordner. Dateien, die sich seit dem Holen verändert haben, bleiben liegen. Bei einem Kameraordner (z. B. DCIM/Camera) warnt die Rückfrage deutlich: Neue Kamerafotos würden danach nicht mehr gesichert. „Rückgängig“ holt die Fotos zurück und hebt den Ausschluss wieder auf. Kann eine Datei nicht verschoben werden, setzt Photma-BL den Ausschluss nicht. Für einen ganzen Fotoordner gibt es den Menüpunkt nicht. Haben ausgeschlossene Ordner neue Fotos, sagt das die Holen-Leiste („… in ausgeschlossenen Ordnern, werden nicht geholt“). „Liste vergessen“, „Neu anfangen“ und „Katalog zurücksetzen“ nennen ausgeschlossene Ordner; der Ausschluss bleibt, außer Sie kreuzen „Ausschluss dabei aufheben“ an. Dateien vom Handy, die Photma-BL nicht anzeigt (z. B. GIF, BMP), nennt die Rückfrage; sie bleiben im Ordner liegen.
  5. „Videos mitkopieren“ – an oder aus. Videos werden kopiert, von Photma-BL aber (noch) nicht angezeigt.
  6. Zielordner wählen (wird gemerkt) – lokal, auf einer USB-Platte oder auf dem NAS (\\NAS\Fotos\Handy). Liegt er in einem Fotoordner, werden die neuen Fotos danach dort eingelesen; sonst wird er nach dem Holen als neuer Fotoordner eingetragen. Ein Ordner, der einen Fotoordner enthält, oder der Datenordner von Photma-BL wird abgelehnt.
  7. Ablage im Zielordner: immer wie auf dem Handy (ab 0.5.3, nicht mehr wählbar). Jede Datei kommt in den Ordner, der ihrem Ordner auf dem Handy entspricht – Fotos eines Ordners landen nie in einem anderen:
    Auf dem HandyAm PC (Zielordner D:\Fotos\Handy)
    DCIM/Camera/IMG_20260714_101500.jpgD:\Fotos\Handy\DCIM\Camera\IMG_20260714_101500.jpg
    Pictures/Screenshots/Screenshot_1.pngD:\Fotos\Handy\Pictures\Screenshots\Screenshot_1.png
    SD-Karte: DCIM/Camera/…D:\Fotos\Handy\SD-Karte\DCIM\Camera\…
    Bis 0.5.2 ließ sich auch „alles direkt in den Zielordner“ oder „nach Jahr und Monat“ wählen. So abgelegte Dateien lassen sich nachträglich einsortieren – siehe Ordnerstruktur wie auf dem Handy. Nach Datum und Ort zeigt Photma-BL die Fotos ohnehin, unabhängig von der Ablage.
  8. „… Dateien holen“ – der Knopf steht ganz unten auf der Seite und (ab 0.5.2) zusätzlich in der Holen-Leiste, die beim Scrollen immer unten im Fenster sichtbar bleibt. Sie zeigt, wie viele neue Dateien es gibt und wohin sie kommen; fehlt noch der Zielordner, springt „Zielordner wählen …“ dorthin. Fortschritt und „Abbrechen“ stehen unten in der Statusleiste. Das Handy bitte angeschlossen (bzw. im WLAN) und entsperrt lassen.

Was gilt als „schon geholt“?

  • Photma-BL merkt sich jede geholte Datei je Handy (im Katalog). Sie wird nie ein zweites Mal kopiert – auch dann nicht, wenn Sie sie am PC aussortiert, verschoben oder umbenannt haben.
  • Die Seite bleibt von selbst aktuell (ab 0.4.3): Solange „Vom Handy holen“ offen ist, merkt Photma-BL alle 3 Sekunden, ob ein Handy angesteckt, abgezogen oder freigegeben wurde, und sieht alle 10 Sekunden den Zielordner neu an (z. B. nach dem Aussortieren oder Löschen geholter Fotos). Während des Holens, in Dialogen und beim Tippen in ein Feld wartet sie.
  • Zusätzlich wird der Zielordner verglichen. Früher geholte Dateien, die dort nicht mehr liegen, erscheinen im Abschnitt „Früher geholt – im Zielordner nicht mehr da“ mit Grund (z. B. „am PC aussortiert“ samt jetzigem Ort, oder „verschoben oder gelöscht?“). Sie werden nur geholt, wenn Sie sie anhaken (einzeln oder „alle erneut holen“).
  • Was Photma-BL noch nie geholt hat, aber schon am PC liegt – im Zielordner mit gleichem Namen und gleicher Größe oder als Foto mit gleichem Namen und gleicher Größe in einem Fotoordner (z. B. früher mit dem Explorer oder mit AndroidFilerBL kopiert) –, wird nicht noch einmal kopiert, sondern als „schon da“ vermerkt.
  • Aussortierte Fotos werden bei einem neuen Abgleich nicht wieder geholt (ausdrücklich seit 0.8.2 geprüft): Sie liegen im Ordner _aussortiert, sind aber in der Liste „schon geholt“ vermerkt. Sie erscheinen höchstens unter „Früher geholt – im Zielordner nicht mehr da“ und werden nur geholt, wenn Sie sie dort anhaken.
  • Wurde ein Foto auf dem Handy bearbeitet (andere Größe), gilt es als neu und kommt mit „(2)“ im Namen dazu.
  • Wurde ein schon geholtes Foto auf dem Handy nur in einen anderen Ordner verschoben (oder sein Ordner umbenannt), wird es nicht noch einmal geholt (ab 0.5.3) – es steht unter „Ordnerstruktur wie auf dem Handy abgleichen“ und lässt sich dort am PC nachziehen (siehe Ordnerstruktur).
  • Gleichnamige, aber andere Dateien (z. B. aus zwei Ordnern des Handys) bekommen „(2)“, „(3)“ … angehängt. Zeichen, die Windows in Dateinamen nicht erlaubt (: ? * " < > |), werden durch „_“ ersetzt.
  • „Diese Liste vergessen …“ (unten auf der Seite) löscht die Liste der geholten Dateien dieses Handys. Danach zählt nur noch der Zielordner – am PC aussortierte oder gelöschte Fotos würden dann wieder geholt.

Sicherheit beim Kopieren

  • Jede Datei wird zuerst in einen versteckten Zwischenordner .photma-import-… im Zielordner geholt, ihre Größe geprüft und erst dann unter dem endgültigen Namen abgelegt. Im Zielordner liegt nie eine halbe Datei unter einem echten Namen. Bei einem NAS als Ziel liegt der Zwischenordner lokal.
  • Abbrechen oder Kabel gezogen: Alles bis dahin vollständig Geholte bleibt und ist vermerkt; beim nächsten Mal kommt nur der Rest. Reste eines Zwischenordners räumt das nächste Holen selbst weg.
  • Lässt sich eine einzelne Datei nicht holen, laufen die übrigen weiter; die Meldung nennt die Anzahl, Einzelheiten stehen unter Einstellungen → Protokoll. Beim nächsten Mal wird sie erneut versucht.
  • Vor dem Start prüft Photma-BL, ob im Zielordner genug Platz ist (plus 200 MB Reserve).

Ab Android 11 sind die Ordner Android\data und Android\obb vom System gesperrt; Fotos von Apps, die nur dort speichern, sind ohne Root nicht erreichbar. WhatsApp ab Android 11 speichert unter Android\media – das wird durchsucht.

Handy per WLAN (ohne Kabel) – ab 0.5

Ab Version 0.5 holt Photma-BL Fotos und Videos auch ohne Kabel. Es ist derselbe Weg wie per Kabel (adb), nur über das WLAN: Durchsuchen, Ordner und Ziel wählen, Holen und die Liste „schon geholt“ funktionieren genauso. Die Liste „schon geholt“ gilt für das Handy – gleichgültig, ob es per Kabel oder per WLAN verbunden ist (Photma-BL erkennt es an seiner Seriennummer).

Voraussetzungen: PC und Handy im selben Heimnetz, also am selben Router – der PC darf per Netzwerkkabel angeschlossen sein, das Handy im WLAN (nicht im Gast-WLAN). Android 11 oder neuer für „Kabelloses Debugging“ – ältere Handys siehe unten. adb muss vorhanden sein (siehe Vom Handy holen, Schritt 2). Das Handy wird auch per WLAN nur gelesen.

1. Einmalig: Handy koppeln (Android 11 und neuer)

Die Einstellung heißt je nach Hersteller anders:

meist („Android pur“, Samsung, Xiaomi …)Google Pixel
Schalter„Kabelloses Debugging“„Debugging über WLAN“
Koppeln mit QR-Code„Gerät über QR-Code koppeln“„Gerät mit QR-Code koppeln“
Koppeln mit Code„Gerät über einen Kopplungscode koppeln“„Gerät mit Kopplungscode koppeln“

Am schnellsten findet man sie über die Suche oben in den Einstellungen des Handys: „Kopplungscode“, „QR“ oder „WLAN-Debugging“ eingeben.

  1. Am Handy die Entwickleroptionen freischalten, falls noch nicht geschehen (7× auf „Build-Nummer“ tippen, siehe oben).
  2. Einstellungen ▸ System ▸ Entwickleroptionen ▸ Abschnitt „Debugging“ ▸ „Kabelloses Debugging“ (Pixel: „Debugging über WLAN“). Auf den Text tippen, nicht nur auf den Schalter – erst dann öffnet sich die eigene Seite mit den Kopplungs-Einträgen. Dort einschalten und „Zulassen“. Oben steht dann „IP-Adresse und Port“.
  3. In Photma-BL auf der Handy-Seite im Abschnitt „Per WLAN (ohne Kabel)“ auf „Handy per WLAN koppeln …“ klicken und einen der beiden Wege wählen:
    • Mit QR-Code (ab 0.5.1, Standard – nichts abtippen): Photma-BL zeigt einen QR-Code. Am Handy auf derselben Seite „Gerät über QR-Code koppeln“ antippen und den Code am Bildschirm scannen. Photma-BL merkt das nach wenigen Sekunden und koppelt von selbst. Ein QR-Code gilt 5 Minuten und koppelt genau einmal; „Neuer QR-Code“ erzeugt einen frischen.
    • Mit Kopplungscode: Am Handy „Gerät über einen Kopplungscode koppeln“ antippen. Das Handy zeigt einen 6-stelligen Code und eine Adresse mit Port, z. B. 192.168.0.23:37099 – dieses Fenster offen lassen, der Code gilt nur, solange es offen ist. In Photma-BL steht die Adresse meist schon unter „Im WLAN gefunden“ (anklicken), sonst abtippen; Code eingeben, „Koppeln“.
  4. Photma-BL koppelt und verbindet sich gleich danach. Das Handy erscheint oben mit dem Zusatz „per WLAN“ und „bereit“.

Der QR-Code-Weg braucht, dass die Meldung des Handys im Heimnetz beim PC ankommt (mDNS). Passiert nach dem Scannen nichts, blockiert meist die Windows-Firewall oder der Router diese Meldung – dann den Kopplungscode nehmen (siehe Firewall und Router).

Findet Photma-BL die Verbindungsadresse nicht von selbst (siehe Firewall), fragt das Fenster danach: Dann die Angabe „IP-Adresse und Port“ oben im Bildschirm „Kabelloses Debugging“ eingeben (nicht die aus dem Kopplungsfenster – das ist ein anderer Port) und „Verbinden“.

Kopplungscode bzw. das Passwort im QR-Code werden nur an adb weitergegeben – Photma-BL speichert und protokolliert sie nicht. Gekoppelt ist danach dieser PC (genauer: sein adb-Schlüssel); am Handy steht er unter „Kabelloses Debugging ▸ Gekoppelte Geräte“ und lässt sich dort jederzeit entfernen.

2. Danach: verbindet sich von selbst

Gekoppelte Handys merkt sich Photma-BL (Liste im Abschnitt „Per WLAN“). Solange die Handy-Seite offen ist, sucht Photma-BL sie alle paar Sekunden im Heimnetz und verbindet sie von selbst – Sie müssen am Handy nur „Kabelloses Debugging“ (Pixel: „Debugging über WLAN“) einschalten. Tipp: Viele Handys (z. B. Pixel) bieten dafür eine Kachel in den Schnelleinstellungen an (Entwickleroptionen ▸ „Kacheln für Schnelleinstellungen für Entwickler“) – dann reicht ein Wisch. Der Port ändert sich bei jedem Einschalten; Photma-BL findet ihn über die Ankündigung des Handys im WLAN (mDNS), ersatzweise versucht es die zuletzt benutzte Adresse.

  • „Bekannte Handys von selbst verbinden“ (Häkchen, Standard an) schaltet das ab. Dann verbinden Sie mit „Verbinden …“ bzw. „Mit Adresse verbinden …“.
  • „Trennen“ beendet die WLAN-Verbindung. Ein getrenntes Handy verbindet Photma-BL nicht von selbst wieder – erst nach „Verbinden …“ (oder einem Neustart von Photma-BL).
  • „Vergessen …“ nimmt das Handy aus der Liste. Die Liste der schon geholten Dateien bleibt; die Kopplung am Handy entfernen Sie dort.
  • Viele Handys schalten „Kabelloses Debugging“ nach einiger Zeit, beim Wechsel des WLANs oder nach einem Neustart von selbst aus – dann einfach wieder einschalten.
  • Ist das Handy zugleich per Kabel verbunden, erscheint es zweimal (per Kabel und per WLAN). Beides geht; per Kabel ist es meist deutlich schneller.

Geschwindigkeit: Über WLAN dauert das Holen länger als per Kabel (je nach WLAN etwa 5–30 MB/s statt 30–40 MB/s). Für den ersten großen Abgleich ist das Kabel besser, für das regelmäßige „nur Neues“ ist WLAN bequem. Handy entsperrt und in WLAN-Reichweite lassen; bricht die Verbindung ab, bleibt alles vollständig Geholte, beim nächsten Mal kommt der Rest.

Ältere Handys (Android 10 und älter): „Für WLAN freischalten …“

Ältere Handys kennen kein kabelloses Debugging. Sie lassen sich aber einmal per Kabel umschalten:

  1. Handy wie gewohnt per Kabel anschließen (USB-Debugging, siehe oben), WLAN am Handy an.
  2. Oben beim Handy „Für WLAN freischalten …“ wählen und bestätigen. Photma-BL schaltet adb am Handy so um, dass es zusätzlich im WLAN auf Port 5555 erreichbar ist, und verbindet sich gleich damit.
  3. Kabel abziehen – das Handy bleibt „per WLAN“ verbunden.

Das gilt bis zum nächsten Neustart des Handys; danach einmal wieder per Kabel freischalten. Bis dahin verbindet Photma-BL es von selbst über die zuletzt benutzte Adresse. Am Handy werden dabei keine Dateien geändert – umgestellt wird nur, wie adb erreichbar ist. Das ist der einzige Befehl, mit dem Photma-BL am Handy etwas umstellt, und er läuft nur nach Ihrer Bestätigung.

Sicherheit: Solange das Handy so freigeschaltet ist, kann sich jeder PC im selben WLAN mit adb melden. Das Handy fragt dann aber zuerst, ob es diesen Computer zulassen soll – nichts bestätigen, was Sie nicht kennen. In fremden WLANs (Hotel, Café) nicht freischalten; im Zweifel das Handy neu starten. Das kabellose Debugging von Android 11+ ist sicherer (Kopplung mit Code, verschlüsselt) und deshalb vorzuziehen.

Firewall und Router

  • Beim ersten Koppeln kann die Windows-Firewall fragen, ob adb.exe im Netzwerk kommunizieren darf: für private Netzwerke zulassen. Ist Ihr Heimnetz in Windows als „öffentlich“ eingestuft, auf „privat“ umstellen (Einstellungen ▸ Netzwerk und Internet ▸ WLAN/Ethernet ▸ Netzwerkprofil).
  • Ohne diese Freigabe sieht Photma-BL die Ankündigungen der Handys nicht („Im WLAN gefunden“ bleibt leer, Koppeln mit QR-Code und das automatische Verbinden nach einem neuen Port klappen nicht). Koppeln mit Kopplungscode und Verbinden mit abgetippter Adresse gehen trotzdem.
  • PC am Netzwerkkabel, Handy im WLAN geht, solange beide am selben Router hängen (gleiche erste drei Zahlen der IP-Adresse, z. B. 192.168.0.…; am PC mit ipconfig nachsehen). Manche Router oder WLAN-Zugangspunkte leiten die Ankündigungen (mDNS) aber nicht vom WLAN ins Kabelnetz weiter – dann gilt dasselbe wie oben: Kopplungscode und Adresse von Hand. Funktioniert z. B. LocalSend zwischen PC und Handy, kommen die Ankündigungen in der Regel durch.
  • Manche Router trennen Geräte im Gast-WLAN voneinander („Client-Isolation“) – dann ist das Handy vom PC aus nicht erreichbar. PC und Handy ins normale Heimnetz.

Ordnerstruktur wie auf dem Handy (ab 0.5.3)

Photma-BL legt die Dateien vom Handy im Zielordner so ab wie auf dem Handy (DCIM\Camera, Pictures\Screenshots …). Damit das so bleibt, vergleicht die Seite „Vom Handy holen“ nach dem Durchsuchen auch, was schon geholt wurde: Liegen solche Dateien am PC anders als auf dem Handy, erscheint der Abschnitt „Ordnerstruktur wie auf dem Handy abgleichen“ (die Holen-Leiste unten zeigt dann zusätzlich „Ordner abgleichen (n)“). Er hat bis zu drei Listen, je Ordner eine Zeile mit Häkchen; „… Dateien“ klappt die Dateinamen auf.

ListeWas passiert istKnopf
Auf dem Handy verschoben oder Ordner umbenanntEin schon geholtes Foto liegt auf dem Handy jetzt in einem anderen Ordner, z. B. DCIM/Urlaub → DCIM/Urlaub 2026. Erkannt an gleichem Namen, gleicher Größe und gleichem Datum. Diese Dateien werden nicht noch einmal geholt.„Am PC nachziehen …“ verschiebt sie am PC in den passenden Ordner (DCIM\Urlaub 2026). Ein dadurch leer gewordener alter Ordner wird entfernt.
Noch nicht wie auf dem Handy abgelegtFrüher geholt, als noch „alles direkt in den Zielordner“ oder „nach Jahr und Monat“ eingestellt war.„Einsortieren …“ verschiebt sie am PC in die Ordner wie auf dem Handy.
Auf dem Handy gelöschtDie Datei gibt es auf dem Handy nicht mehr. Am PC bleibt sie liegen – Photma-BL löscht nichts. Anfangs ist hier nichts angehakt.Wahlweise anhaken und „Nach „_aussortiert“ verschieben …“ – Fotos erscheinen dann unter Aussortiert (zurückholen oder endgültig löschen), Videos liegen im selben Ordner _aussortiert.

Jeder Knopf fragt vorher nach und zeigt, welche Ordner betroffen sind. Danach läuft ein Auftrag (Fortschritt unten in der Statusleiste).

Sicher:
  • Verschoben wird nur am PC und nur nach Ihrer Bestätigung; das Handy bleibt unverändert.
  • Nie überschreiben: Liegt am neuen Platz schon eine andere Datei gleichen Namens, bekommt die verschobene „(2)“.
  • Angefasst werden nur Dateien, die Photma-BL selbst geholt hat und die unverändert am vermerkten Platz im Zielordner liegen. Was Sie am PC selbst verschoben, bearbeitet oder aussortiert haben oder was in einem anderen Zielordner liegt, bleibt, wo es ist.
  • „Auf dem Handy gelöscht“ gilt nur, wenn der Ordner auf dem Handy beim Durchsuchen wirklich gelesen wurde. War er nicht lesbar oder wurde er diesmal nicht durchsucht (z. B. ein früher unter „Weitere Ordner“ genannter), sagt Photma-BL dazu nichts.
  • Passt ein verschwundenes Foto zu mehreren neuen Dateien auf dem Handy, ist die Zuordnung nicht eindeutig: Photma-BL verschiebt nichts und behandelt die neuen Dateien als neu (Hinweis unter den Listen).
  • Katalog, Vorschaubilder, EXIF-Sicherungen und die Liste „schon geholt“ werden mitgeführt – nichts muss neu eingelesen werden.
  • Rückgängig (Strg+Z oder Knopf oben) nimmt den ganzen Abgleich zurück: Die Dateien kommen an ihren alten Platz, Katalog und Liste wie vorher.

Aufs Handy zurückkopieren (ab 0.7)

Fotos und Videos vom PC wieder auf ein Android-Handy bringen – typischerweise nach einem Handywechsel auf das neue Handy. Auf der Seite „Vom Handy holen“ unter „Weitere Aufgaben“ → „Aufs Handy zurückkopieren …“. Ein Assistent führt in sieben Schritten; bis Schritt 5 schreibt er nichts und lässt sich jederzeit ohne Folgen abbrechen.

Die einzige Stelle, an der Photma-BL auf das Handy schreibt. Vorhandene Dateien auf dem Handy werden nie überschrieben, auf dem Handy wird nichts gelöscht, die Dateien am PC bleiben unverändert. Geschrieben wird erst, wenn Sie in Schritt 5 ausdrücklich bestätigen.
  1. Handy – zeigt das verbundene Handy mit Android-Version und freiem Speicher. Handy entsperrt lassen und am Handy die Bildschirm-Zeitabschaltung verlängern. Per Kabel geht es deutlich schneller als per WLAN.
  2. Quelle – der Ordner am PC; vorgeschlagen ist der Zielordner, in den Photma-BL die Fotos vom Handy holt.
  3. Ordner – Liste der Ordner, in die die Dateien auf dem Handy kommen, mit Anzahl und Größe. Anfangs abgewählt: WhatsApp, Telegram, Download und App-Ordner (ohne die Sicherung der jeweiligen App nützen deren Medien auf dem neuen Handy wenig) sowie Dateien, die direkt im PC-Ordner liegen. Alles lässt sich an- und abwählen.
  4. Prüfen – ein Trockenlauf: Photma-BL liest die Zielordner auf dem Handy und zeigt, was kopiert wird, was schon da ist (gleicher Name, gleiche Größe – wird übersprungen), welche Dateien wegen eines gleichen Namens „(2)“ bekommen, welche Ordner neu angelegt werden und ob genug Platz ist (mindestens 500 MB sollen frei bleiben). Geschrieben wird dabei nichts.
  5. Bestätigen – Häkchen „Ich habe verstanden: Photma-BL schreibt auf …“ und der Knopf „… Dateien kopieren“.
  6. Kopieren – mit Fortschritt und „Abbrechen“.
  7. Fertig – Photma-BL liest das Handy noch einmal und prüft jede Datei (vorhanden, richtige Größe), dann ein Bericht.

Wohin auf dem Handy?

  • Dateien, die Photma-BL einmal von einem Handy geholt hat, kommen in genau den Ordner zurück, aus dem sie stammen – mit ihrem ursprünglichen Namen, auch wenn sie am PC noch flach im Zielordner liegen.
  • Andere Dateien kommen in den Ordner, der ihrem Ordner am PC entspricht: …\DCIM\Camera\… → DCIM/Camera, …\SD-Karte\DCIM\… → DCIM auf der SD-Karte (ohne SD-Karte in den internen Speicher).
  • Dateien direkt im gewählten PC-Ordner haben keinen Handy-Ordner – sie kämen nach Pictures/Vom PC. Besser vorher einsortieren.
  • Nicht mitgenommen werden _aussortiert, _exif_original, versteckte Ordner und Dateien, die keine Fotos oder Videos sind.

Sicherheit beim Kopieren

  • Jede Datei kommt zuerst in einen versteckten Zwischenordner .photma-zurueck-… im jeweiligen Ordner auf dem Handy, wird dort auf ihre Größe geprüft und erst dann unter ihrem Namen abgelegt – nur, wenn es den Namen dort nicht gibt. So liegt auf dem Handy nie eine halbe Datei unter einem echten Namen. Den Zwischenordner entfernt Photma-BL danach wieder.
  • Entsteht zwischen Prüfung und Kopieren eine Datei gleichen Namens (z. B. ein neues Foto), bekommt die kopierte „(2)“ – die vorhandene bleibt unberührt.
  • Abbrechen oder Verbindung weg: Schon Kopiertes bleibt auf dem Handy. Ein neuer Durchgang erkennt es als „schon auf dem Handy“ und überspringt es.
  • Kopierte Dateien werden in der Liste „schon geholt“ des Handys vermerkt – beim nächsten Holen kommen sie nicht als „neu“ zurück auf den PC.
  • Das Änderungsdatum der Datei überträgt adb mit; der Bericht nennt Dateien, bei denen es auf dem Handy abweicht. Das Aufnahmedatum im Foto (EXIF), nach dem Galerie-Apps meist sortieren, ändert sich ohnehin nicht.

In der Galerie-App erscheinen die Fotos meist sofort. Falls nicht: Handy einmal neu starten – dann liest Android alle Medien neu ein. Videos, Fotos und Ordner von WhatsApp & Co. sehen Sie in deren App erst, wenn Sie dort die App-eigene Sicherung zurückspielen.

Neu anfangen (ab 0.7)

Selten nötig: Wenn der Zielordner der Handy-Fotos über die Zeit unübersichtlich geworden ist und Sie alles noch einmal ganz frisch – sauber in den Ordnern wie auf dem Handy – holen möchten. Meist genügt „Ordnerstruktur abgleichen“ (Einsortieren). Auf der Seite „Vom Handy holen“ unter „Weitere Aufgaben“ → „Neu anfangen …“; ein Assistent führt in vier Schritten:

  1. Überblick – Zielordner, neuer Name des alten Ordners, Anzahl der Einträge in der Liste „schon geholt“ und der Fotos im Katalog. Wurde das Handy vorher durchsucht, steht dort auch, wie viele Dateien es nur noch am PC gibt (auf dem Handy gelöscht) – sie kommen beim Neuholen nicht mit, bleiben aber im umbenannten Ordner.
  2. Bestätigen – Häkchen und „Neu anfangen“. Sind für dieses Handy Ordner vom Holen ausgeschlossen, stehen sie hier; sie bleiben ausgeschlossen, außer Sie kreuzen „Ausschluss dabei aufheben“ an (ab 0.8.6).
  3. Umbenennen – der Zielordner heißt danach <Name>_alt_<Datum> (z. B. D:\Fotos\Handy_alt_2026-10-13). Ist er selbst ein Fotoordner, wird er aus der Liste der Fotoordner genommen; liegt er in einem Fotoordner, zeigen die Katalog-Einträge danach auf den umbenannten Ordner. Die Liste „schon geholt“ dieses Handys wird vergessen.
  4. Neu holen – „Handy jetzt durchsuchen“ und dann wie gewohnt holen; der Zielordner wird unter dem alten Namen neu angelegt. Ab 0.8.7 holt Photma-BL dabei wirklich alles neu, auch wenn der Zielordner in einem Fotoordner liegt: Fotos im umbenannten alten Ordner gelten nicht als „schon da“. Liegt ein Foto zusätzlich in einem anderen, eigenen Ordner, wird es wie bisher nur vermerkt.
Gelöscht wird nichts – weder am PC noch auf dem Handy. Lässt sich der Ordner nicht umbenennen (z. B. im Explorer geöffnet, NAS aus), bleibt alles unverändert. Den alten Ordner löschen Sie später selbst, wenn alles neu geholt ist – vorher die Dateien sichern, die es nur noch am PC gibt. Ein „Rückgängig“ gibt es hierfür nicht; zurück geht es von Hand: neuen Ordner entfernen, alten zurückbenennen und erneut holen (das Holen erkennt dann alles als „schon da“).

Fotos aus Ordner oder ZIP holen – Festplatte, USB-Stick, Cloud (ab 0.10)

Kopieren, nie verschieben. Die Quelle wird nur gelesen: Dort legt Photma-BL nichts an, ändert und löscht nichts. Geschrieben wird nur in den Zielordner am PC, und nie über eine vorhandene Datei.

Oben „Ordner/ZIP“ oder links „Aus Ordner oder ZIP holen“ öffnet die Seite. Sie arbeitet wie „Vom Handy holen“ – beim ersten Mal alles, danach nur noch Neues –, nur dass die Quelle ein Ordner oder eine ZIP-Datei ist. Das geht mit:

  • einer externen Festplatte oder einem USB-Stick, einer SD-Karte aus dem Kartenleser,
  • einem Netzlaufwerk (NAS, anderer PC),
  • einem mit der Cloud synchronisierten Ordner (Proton Drive, OneDrive, Dropbox …) – für Photma-BL ist das ein gewöhnlicher Ordner,
  • einem Export aus Google Fotos („Takeout“) oder iCloud als Ordner oder als ZIP-Datei. Einen unmittelbaren Zugang zu Ihrem Google- oder iCloud-Konto gibt es nicht: Sie laden den Export selbst herunter, Photma-BL liest dann die Datei.

So geht es

  1. Quelle wählen: „Ordner …“ oder „ZIP …“ anklicken – oder den Pfad eintippen (z. B. E:\Fotos, \\NAS\Alt oder D:\Downloads\takeout-001.zip).
  2. Namen vergeben (oder leer lassen: dann gilt der Name des Ordners bzw. der ZIP-Datei). Unter diesem Namen merkt sich Photma-BL, was von hier schon geholt wurde – auch wenn die USB-Platte morgen einen anderen Laufwerksbuchstaben hat. Der Name ist zugleich der Unterordner im Zielordner.
  3. „Quelle durchsuchen“. Photma-BL liest alle Unterordner und zeigt sie als Liste mit Zahl der Fotos und Videos, Größe und – nach der Auswahl des Ziels – wie viele davon neu sind. Ordner, die Sie nicht brauchen, abhaken.
  4. Zielordner wählen (z. B. D:\Fotos\Import). Der übergeordnete Ordner muss schon da sein, der Zielordner selbst wird angelegt. Er wird danach als Fotoordner eingetragen und eingelesen.
  5. Ablage wählen (siehe unten) und „… Dateien holen“ anklicken. Den Fortschritt zeigt die Statusleiste; Sie können in der Zwischenzeit andere Fotos ansehen.

Ablage im Zielordner

WahlErgebnis
Ordnerstruktur der Quelle (Standard)Ziel\<Name der Quelle>\<Unterordner wie in der Quelle>\bild.jpg
Nach AufnahmedatumZiel\<Name der Quelle>\2019\2019-07\bild.jpg – das Datum stammt aus den EXIF-Angaben, sonst aus dem Dateinamen, sonst aus dem Dateidatum. Bei Google-Takeout-Dateien gilt die Aufnahmezeit aus der Zusatzdatei (.json). Fotos ohne erkennbares Datum kommen nach ohne Datum.

Der Haken „Unterordner mit dem Namen der Quelle anlegen“ lässt sich abschalten, dann liegt alles direkt im Zielordner. Das Dateidatum der Kopie bleibt das der Quelle (bei Takeout: die Aufnahmezeit).

Was gilt als „schon da“?

  • Schon geholt: Jede geholte Datei wird je Quelle vermerkt (Pfad in der Quelle, Größe, Datum). Sie kommt nie ein zweites Mal – auch dann nicht, wenn Sie sie am PC aussortiert oder verschoben haben. Sie steht dann unter „Früher geholt – im Zielordner nicht mehr da“ und wird nur geholt, wenn Sie sie dort anhaken. Wurde die Datei in der Quelle verändert, gilt sie als neu und kommt als „(2)“ dazu.
  • Gleiche Datei schon vorhanden (Standard „Überspringen und melden“): Liegt dieselbe Datei – gleicher Name, gleiche Größe, gleiches Dateidatum – schon im Zielordner oder in einem Ihrer Fotoordner, wird sie nicht kopiert. Ist nur das Datum anders, vergleicht Photma-BL nach dem Kopieren die Prüfsummen und legt die Datei nicht ab, wenn der Inhalt gleich ist. Das Ergebnis nennt die Zahl der übersprungenen Dateien.
  • Gleicher Name, anderer Inhalt: Die Datei bekommt „(2)“ angehängt. Überschrieben wird nie.
  • Dieselbe Datei zweimal in der Quelle (bei Google Takeout häufig: einmal im Album, einmal im Jahresordner) wird nur einmal kopiert.

Cloud-Ordner: nur in der Cloud liegende Dateien

Synchronisierte Ordner zeigen oft alle Dateien an, auch wenn sie nur in der Cloud liegen („Dateien bei Bedarf“, Platzhalter mit Wolken-Symbol). Würde man sie kopieren, lädt Windows sie erst herunter – bei großen Sammlungen viele Gigabyte. Photma-BL holt solche Dateien deshalb nur auf ausdrücklichen Wunsch: Die Seite nennt Anzahl und Größe und bietet den Haken „Auch … Dateien holen, die nur in der Cloud liegen“. Wer lieber vorher alles herunterladen will: im Explorer mit Rechtsklick auf den Ordner „Immer auf diesem Gerät behalten“ wählen.

ZIP-Dateien

  • Eine ZIP-Datei als Quelle wird nur gelesen – sie wird nicht ausgepackt, sondern Datei für Datei direkt in den Zielordner kopiert.
  • Liegen in einem Ordner ZIP-Dateien (z. B. takeout-001.zip, takeout-002.zip), setzen Sie den Haken „ZIP-Dateien im Ordner mitlesen“ und durchsuchen erneut. Jede ZIP-Datei zählt dann wie ein Unterordner.
  • Sicherheit: Einträge, deren Pfad aus der ZIP-Datei hinausführt (.., Laufwerksangabe), werden übersprungen und gemeldet. ZIP-Dateien in ZIP-Dateien und verschlüsselte Einträge werden nicht geöffnet.

Nach Herkunft ansehen (ab 0.10.1)

In der Seitenleiste zeigt der Abschnitt „Nach Herkunft“, wovon Photma-BL die Fotos geholt hat: Handy (je Gerät), USB-Stick / SD-Karte, Festplatte, Netzlaufwerk (NAS), Cloud-Ordner und Export-ZIP. Darunter steht „Nicht geholt“: Fotos in Ihren Fotoordnern, die nicht über „Handy“ oder „Ordner/ZIP“ hierher kamen. Mit dem Pfeil klappt eine Gruppe auf und zeigt die einzelnen Quellen, z. B. „Urlaub 2019“. Ein Klick zeigt die Fotos; oben in der Auswahlzeile steht der Knopf „Geholt von: …“ (mit dem Kreuz aufheben). Wie jede Auswahl lässt er sich als „Meine Ansicht“ speichern.

  • Die Art der Quelle erkennt Photma-BL selbst: liegt der Pfad in einem Sync-Ordner (Proton Drive, OneDrive, Dropbox …), ist es ein Cloud-Ordner; ein Netzwerkpfad oder Netzlaufwerk ist ein NAS; ein Wechseldatenträger ist ein USB-Stick; sonst eine Festplatte. Eine externe USB-Festplatte meldet Windows meist als feste Platte – sie steht dann unter „Festplatte“.
  • Gezählt werden nicht aussortierte Fotos (keine Videos), die Photma-BL selbst geholt hat. Was Sie früher von Hand kopiert haben, steht unter „Nicht geholt“.

Wichtig zu wissen

  • Vorab-Prüfung: Photma-BL prüft, ob im Zielordner genug Platz ist (mit 200 MB Reserve), und lehnt ein Ziel ab, das mit der Quelle überlappt (einer liegt im anderen) oder den Datenordner von Photma-BL enthält.
  • Abbrechen ist jederzeit möglich; schon Kopiertes bleibt vermerkt und kommt beim nächsten Mal nicht doppelt. Im Zielordner liegt nie eine halbe Datei unter einem echten Namen: Photma-BL kopiert erst in einen versteckten Zwischenordner (.photma-import-…), prüft die Größe und legt die Datei dann ab.
  • Quelle abgezogen? Das Holen meldet dann Fehler für die noch fehlenden Dateien; beim nächsten Mal wird nachgeholt, was fehlt.
  • „Diese Liste vergessen …“ löscht nur die Merkliste dieser Quelle, nicht Ihre Fotos. Danach zählt nur noch, was im Zielordner und in Ihren Fotoordnern liegt.
  • Rückgängig: Es gibt kein „Rückgängig“ für das Holen, weil nur neue Dateien entstehen. Wollen Sie sie wieder loswerden, lassen Sie sich die Fotos des Zielordners anzeigen und sortieren sie aus.
  • Videos werden mitkopiert (abschaltbar), aber wie überall noch nicht in allen Formaten als Vorschau angezeigt.

Technik: Gleichheit wird zuerst über Name und Größe geprüft und erst bei einem Treffer mit einer SHA-256-Prüfsumme bestätigt – so bleibt das Durchsuchen auch bei einem NAS schnell. Der Verlauf liegt im Katalog (Tabelle ordner_import) und ist von dem der Handys getrennt.

Fotos auswählen und ordnen (ab 0.4.8)

Ein Fenster für beides: welche Fotos Sie sehen wollen (Auswahl) und in welcher Reihenfolge (Ordnen). Sie öffnen es mit dem grün umrandeten Knopf „Auswählen & ordnen …“ über den Fotos, links in der Seitenleiste unter „Meine Ansichten“ mit „Auswählen und ordnen …“ oder unter „Ordnen: …“.

   Kriterium      Reihenfolge          Auswahl
1. [Jahr       ▾]  [neueste zuerst ↓ ▾]  [2024, 2025 ▾]
2. [Ordner     ▾]  [A → Z            ▾]  [Test, Urlaub ▾]
3. [Land / Ort ▾]  [– nur auswählen – ▾] [Musterstadt, Testdorf ▾]
   [+ weiteres Kriterium]
→ 1.234 Fotos       [Als Ansicht speichern …] [Alles leeren] [Abbrechen] [Anzeigen]
  • Jede Zeile ist ein Kriterium: Jahr, Monat, Land / Ort, Ordner, Aufnahmezeit oder Dateiname – jedes höchstens einmal. Mit „+ weiteres Kriterium“ kommt eine Zeile dazu, × entfernt sie samt ihrer Auswahl, ↑ ↓ ändern die Reihenfolge der Zeilen.
  • Reihenfolge ordnet: zuerst nach Zeile 1, bei Gleichstand nach Zeile 2 usw.; innerhalb davon neueste Aufnahme zuerst. Bei Jahr und Aufnahmezeit „neueste/älteste zuerst“, bei Monat „Januar → Dezember“ oder umgekehrt, bei Ort, Ordner und Dateiname „A → Z“ oder „Z → A“. „– nur auswählen –“ heißt: diese Zeile schränkt nur ein, ordnet aber nicht (z. B. „nur Fotos aus Frankreich“, geordnet nach Jahr).
  • Auswahl schränkt ein. Ein Klick auf das Feld klappt darunter eine Liste mit Häkchen und der jeweiligen Anzahl Fotos auf. Nichts angehakt heißt „alle“. „Auswahl aufheben“ entfernt die Häkchen dieser Zeile.
    • Jahr und Monat: mehrere möglich (z. B. 2024 und 2025; März gilt für alle gewählten Jahre).
    • Land / Ort: ▸ klappt ein Land auf. Dann einzelne Orte (z. B. in Deutschland nur Köln und Bonn), eine ganze Region oder das ganze Land anhaken – auch aus mehreren Ländern. Ein halb gefülltes Kästchen beim Land zeigt: darin ist etwas gewählt. Bei vielen Orten hilft das Suchfeld.
    • Ordner: ein ganzer Fotoordner (mit allen Unterordnern) oder einzelne Unterordner, mehrere möglich; bei vielen Ordnern mit Suchfeld.
    • Aufnahmezeit: Zeitraum von – bis (ein leeres Feld = ohne Grenze).
    • Dateiname: nur Fotos, deren Name den Text enthält (Groß/klein egal).
  • Jede Liste zählt nur die Fotos, die zu den übrigen Zeilen passen. Unten steht sofort, wie viele Fotos die ganze Auswahl ergibt (→ 1.234 Fotos); mit einem Suchbegriff oben im Suchfeld wird er mitgezählt.
  • Anzeigen (oder Strg+Enter) zeigt die Fotos; mit dem Häkchen Zwischenüberschriften steht über jeder Gruppe eine Zeile wie „2024 · Florenz (Italien)“. „Zurück“ stellt die vorige Ansicht mit ihrer Reihenfolge wieder her. Die Knöpfe der Schnellwahl („Jahr › Ort“, „Ordner › Jahr“ …) setzen die Reihenfolge mit einem Klick; Ihre Auswahl bleibt dabei.
  • Als Ansicht speichern … merkt Auswahl und Reihenfolge unter einem Namen – siehe Meine Ansichten. Alles leeren entfernt alle Zeilen und jede Auswahl.
Das ist nur die Anzeige im Programm: Ihre Fotos werden dabei weder verschoben noch umbenannt.

Meine Ansichten – Auswahl unter einem Namen speichern (ab 0.4.8)

Im Fenster „Fotos auswählen und ordnen“ auf „Als Ansicht speichern …“ klicken und einen Namen eingeben (z. B. „Urlaub Italien 2024–2025“). Die Ansicht steht danach links ganz oben unter „Meine Ansichten“; ein Klick zeigt die Fotos mit der gespeicherten Auswahl und Reihenfolge – auch neu eingelesene Fotos, die dazu passen.

Rechtsklick auf eine Ansicht: Anzeigen · Bearbeiten … (öffnet das Fenster mit dieser Ansicht; der Knopf mit ihrem Namen und „speichern“ überschreibt sie, „Als neue Ansicht …“ legt eine weitere an) · Mit jetziger Ansicht überschreiben … (Auswahl und Reihenfolge der gerade gezeigten Fotos) · Umbenennen … · Nach oben / Nach unten · Löschen … (nur die gemerkte Auswahl – die Fotos bleiben).

Die Ansichten liegen in ansichten.json im Datenordner neben dem Katalog und ziehen beim Kopieren von Photma-Daten auf einen anderen PC mit um. „Neu zuweisen …“ eines Fotoordners stellt die Ordner in den gespeicherten Ansichten mit um. Der Suchbegriff aus dem Suchfeld wird nicht gespeichert.

Mehrere Fotos markieren (ab 0.4.2)

SoWirkung
Häkchen links oben im Vorschaubild (erscheint beim Darüberfahren) oder Strg + Klickdieses Foto markieren bzw. die Markierung wieder entfernen
Umschalt + Klickalle Fotos vom zuletzt angeklickten bis zu diesem markieren
Strg + A oder Rechtsklick auf freie Fläche → „Alle markieren“alle Fotos der Ansicht – auch die noch nicht nachgeladenen (bis 50.000)
EscMarkierung aufheben
Klick ohne Tasteöffnet wie bisher die Großansicht

Sobald etwas markiert ist, steht oben eine Leiste „n markiert“ mit Aussortieren … (auch Taste Entf), EXIF …, Auf der Karte (nur die markierten Fotos), Orte online …, Alle markieren und Markierung aufheben. Aussortieren mehrerer Fotos ist ein Vorgang: „Aussortiert“ → „Letzten Vorgang zurückholen“ macht ihn komplett rückgängig (höchstens 10.000 Fotos auf einmal). Beim Wechsel der Ansicht oder einer neuen Suche wird die Markierung aufgehoben.

Videos ansehen und abspielen (ab 0.8)

Photma-BL liest Videos aus Ihren Fotoordnern mit ein (MP4, MOV, 3GP, M4V, MKV, WebM, AVI, MTS). Sie stehen nicht unter „Alle Fotos“, sondern links unter „Videos“ – der Eintrag erscheint, sobald Videos eingelesen sind. Videos vom Handy holt Photma-BL wie bisher mit; nach dem Holen stehen sie hier.

  • Ansehen: Die Videos erscheinen wie Fotos im Raster, mit einem Kennzeichen ▶ und der Dauer. Auswahl nach Jahr, Monat, Ort und Ordner, Ordnen, Suche, Karte und „Meine Ansichten“ gelten für Videos genauso.
  • Vorschaubild: Es entsteht beim ersten Ansehen im Programmfenster aus dem ersten Bild des Videos und wird gespeichert. Kann das Fenster das Format nicht lesen (häufig HEVC/H.265, AVI, MTS), steht ein Filmsymbol da.
  • Abspielen: Photma-BL hat bewusst keinen eigenen Abspieler. Ein Klick auf das Video öffnet die Video-Seite mit drei Knöpfen: „Abspielen“ – das Standardprogramm von Windows (auch Doppelklick), „Im Browser abspielen“ – ein neuer Tab im Standardbrowser (MP4 mit H.264 und WebM gehen fast immer, HEVC und MOV oft nicht – dann erscheint dort ein Hinweis), „Öffnen mit …“ – ein Programm Ihrer Wahl, z. B. VLC.
  • Aufnahmezeit, Dauer, Ort: liest Photma-BL bei MP4/MOV/3GP aus dem Video selbst (auch den Aufnahmeort, wenn das Handy ihn speichert). Bei anderen Formaten kommt die Zeit aus dem Dateinamen (VID_20240715_…) oder dem Dateidatum.
  • Aufräumen: Videos lassen sich aussortieren, zurückholen und endgültig löschen wie Fotos. „Duplikate suchen“ findet exakt gleiche Videos (Prüfsumme); „ähnliche“ gibt es nur bei Fotos.
  • Nicht für Videos: EXIF ändern und Bearbeiten. Photma-BL verändert Videodateien nie.

Genau hinsehen: Zoom, Helligkeit, Vollbild, Vergleich (ab 0.9)

Nur Ansicht. Alles in diesem Kapitel ändert nur, wie Photma-BL ein Foto zeigt. Es wird keine Datei verändert, nichts gespeichert und nichts in den Katalog geschrieben. Bildbearbeitung (Größe ändern, Beschneiden, Aufhellen und Speichern) gehört nicht zu Photma-BL – dafür „Mit Standardprogramm öffnen“ oder „Öffnen mit …“ benutzen.

Vergrößern und verschieben

In der Großansicht steht unter dem Bild eine Leiste: −, die Vergrößerung in Prozent, +, Ganzes Bild, 1:1, Helligkeit und Vollbild.

So geht esWirkung
Mausrad über dem Bildvergrößert bzw. verkleinert; die Stelle unter dem Mauszeiger bleibt stehen
Touchpad: mit zwei Fingern schieben oder auseinanderziehenvergrößert bzw. verkleinert gleichmäßig nach der Wischstrecke (ab 0.9.1; vorher sprang der Zoom schon bei kleinen Bewegungen auf das Maximum)
+ / − oder die Lupen in der Leistevergrößert bzw. verkleinert um die Bildmitte
Ziehen mit gedrückter linker Maustasteverschiebt den Ausschnitt (nur, solange das Bild vergrößert ist)
0 oder „Ganzes Bild“zeigt wieder das ganze Bild
1 oder „1:1“Originalgröße: ein Bildpunkt des Fotos je Bildpunkt des Bildschirms – zum Prüfen der Schärfe. Nochmals: ganzes Bild

Kleiner als „ganzes Bild“ geht es nicht; vergrößert wird bis 400 % der Originalpixel (kleine Bilder bis zum Achtfachen). Kleine Bilder werden bei „ganzes Bild“ nicht aufgeblasen. Beim Blättern zum nächsten Foto beginnt der Zoom wieder mit dem ganzen Bild. Der Doppelklick auf das Bild öffnet wie bisher das Standardprogramm; ← → blättern auch im vergrößerten Bild.

TIFF, HEIC und RAW zeigt Photma-BL als umgewandelte JPG-Ansicht mit höchstens 2560 Bildpunkten Kantenlänge – „1:1“ bezieht sich dann auf diese Ansicht, nicht auf die volle Auflösung der Datei. Bei nicht erreichbarem NAS erscheint das gespeicherte Bild in geringerer Auflösung.

Helligkeit und Kontrast – nur in der Ansicht

„Helligkeit“ in der Leiste öffnet zwei Schieberegler (40 bis 250 %). Damit lassen sich dunkle Stellen oder flaue Bilder besser beurteilen. Die Änderung gilt nur in der Ansicht und nur, bis Sie die Großansicht schließen; beim Blättern bleibt sie bestehen. Ist sie aktiv, leuchtet der Knopf orange und nennt die Werte („Helligkeit 150 % · Kontrast 100 %“), sobald das Feld zu ist. „Zurücksetzen“ stellt beide auf 100 %. Die Datei bleibt unverändert.

Vollbild

F oder „Vollbild“ blendet die Angaben rechts aus und zeigt das Foto über den ganzen Bildschirm. F oder Esc beendet das Vollbild; ein zweites Esc schließt die Großansicht. Blättern, Zoom und Helligkeit funktionieren auch im Vollbild, ebenso Entf (Aussortieren) und der Rechtsklick – deren Fenster erscheinen ab 0.9.1 auch im Vollbild.

Zwei Duplikate nebeneinander vergleichen

In der Ansicht Duplikate hat jede Gruppe oben den Knopf „Nebeneinander vergleichen“. Er zeigt zwei Dateien der Gruppe nebeneinander (auf schmalen Fenstern untereinander): links die grün markierte, rechts die erste andere. Bei mehr als zwei Dateien wählen Sie über die Auswahlliste je Seite, welche Datei erscheint. Unter jedem Bild stehen Name, Pfad, Auflösung, Größe und Aufnahmezeit; Unterschiede sind farbig hinterlegt wie in der Liste.

  • „Zoom gekoppelt“ (Vorgabe: an): Vergrößern und Verschieben wirken auf beide Bilder gleich – so vergleichen Sie dieselbe Stelle, etwa die Schärfe eines Gesichts im Original und in der WhatsApp-Kopie. Haben die Bilder eine unterschiedliche Auflösung, ist der gleiche Bildausschnitt gekoppelt, nicht Pixel für Pixel; ein Hinweis oben sagt das. Ohne Häkchen zoomt jedes Bild für sich; die Knöpfe der Leiste wirken dann auf beide.
  • Helligkeit, Kontrast und Vollbild gelten für beide Bilder.
  • „Diese behalten“ macht die Datei dieser Seite zur grün markierten – genau wie „Behalten“ in der Liste. Verschoben wird dabei nichts; aussortiert wird erst in der Liste. Zoom und Ausschnitt bleiben dabei erhalten (ab 0.9.1), ebenso beim Wechsel der Datei über die Auswahlliste.
  • Schließen mit Esc, dem × oben rechts oder „Zurück“.

Bei Videos gibt es den Vergleich nicht (Videos haben nur ein Standbild).

Duplikate: exakt und ähnlich

„Duplikate suchen“ findet zwei Arten von Doppeln:

  • Exakt gleich: Dateien, die Byte für Byte übereinstimmen – geprüft über eine Prüfsumme (SHA-256). Berechnet wird sie nur für Dateien, deren Größe mehrfach vorkommt; alle anderen können kein exaktes Duplikat haben.
  • Ähnlich (ab 0.2): dasselbe Motiv in anderer Größe oder Qualität, z. B. die verkleinerte WhatsApp-Kopie neben dem Original oder ein neu gespeichertes JPG. Dafür bildet Photma-BL (ab 0.8.2) aus jedem Vorschaubild einen „Bild-Fingerabdruck“: zwei Helligkeitsmuster (waagerecht und senkrecht, je 64 Merkmale), ein grobes Helligkeitsraster und die Ausrichtung (Hoch- oder Querformat). Zwei Fotos gelten nur als ähnlich, wenn alle Teile passen; ein hochkant und ein quer aufgenommenes Foto werden nie gepaart. Eine Gruppe entsteht nur, wenn jedes Foto zu jedem anderen der Gruppe passt – Ketten wie A≈B, B≈C, aber A≠C gibt es nicht mehr. Die Gruppe zeigt, wie ähnlich ihre Fotos sind, z. B. „Ähnlich · 97 %“, und je Datei die Ähnlichkeit zur grün markierten.

Einmal berechnete Prüfsummen und Fingerabdrücke gelten weiter, solange sich Größe und Änderungszeit nicht ändern – die nächste Suche ist deshalb schnell. Die erste Suche nach ähnlichen Fotos dauert länger, weil dafür jedes Foto einmal gelesen wird (bei einem NAS spürbar); sie lässt sich jederzeit abbrechen und setzt beim nächsten Mal dort fort.

Oben wählt der Umschalter Alle / Exakt gleich / Ähnlich, welche Gruppen erscheinen, und Ähnlich: wie streng verglichen wird: sehr ähnlich (ab 95 %), ähnlich (ab 92 %, Vorgabe) oder locker (ab 89 %). Beim ersten Start von 0.8.2 werden die Fingerabdrücke einmal neu berechnet (jedes Foto wird dafür noch einmal gelesen). Je lockerer, desto mehr Gruppen – aber auch mehr Fotos, die nur ähnlich aussehen (Serienbilder, gleiche Szene). Die Suche nach ähnlichen Fotos lässt sich unter Einstellungen → Allgemein abschalten.

Ähnlich ist nicht gleich. Auch Serienbilder oder zwei Aufnahmen derselben Szene können ähnlich sein. Bitte ähnliche Gruppen immer selbst ansehen (Klick auf die Vorschau zeigt sie groß, ab 0.9 auch „Nebeneinander vergleichen“ mit gekoppeltem Zoom), bevor Sie aussortieren. „Alle exakten aufräumen …“ fasst ähnliche Gruppen deshalb bewusst nicht an.

Die Darstellung

Jede Gruppe zeigt oben Art, Anzahl, Größe je Datei und Auflösung, darunter je Datei eine Zeile:

VorschauName / PfadZeitenGrößeAktion
Bild (Klick = groß)IMG_0815 - Kopie.jpg
D:\Fotos\Handy\2023\
Aufnahme
Datei geändert
Größe, PixelBehalten / Aussortieren

Farbig hinterlegt ist, was sich innerhalb der Gruppe unterscheidet: abweichende Ordner im Pfad, der abweichende Teil des Dateinamens, abweichende Aufnahme- oder Änderungszeiten. Was gleich ist, bleibt neutral. So sieht man auf einen Blick, wo die Kopien liegen und woher sie stammen.

Welche Datei bleibt?

Je Gruppe ist eine Datei grün als „behalten“ markiert. Vorgeschlagen wird sie nach der Regel oben rechts: älteste Datei (frühestes Änderungsdatum, Vorgabe), größte Auflösung/Datei (ab 0.2 – bei ähnlichen Fotos meist die beste Wahl, weil das Original die höchste Auflösung hat), kürzester Pfad oder Pfad alphabetisch zuerst. Mit „Behalten“ in einer anderen Zeile wählen Sie selbst.

  • Aussortieren (je Zeile) – nur diese Datei.
  • Übrige … aussortieren (je Gruppe) – alle außer der grünen.
  • Alle exakten aufräumen … – in allen Gruppen mit exakt gleichen Dateien alles außer der grünen; vorher kommt eine Rückfrage mit Anzahl und Größe. Ähnliche Gruppen bitte einzeln aufräumen.

Gruppen markieren und gemeinsam aussortieren (ab 0.8, einzelne Fotos ab 0.8.2)

Einzelne Fotos (ab 0.8.2): Jede Zeile (außer der grün markierten „behalten“-Datei) hat ein Kästchen „markieren“. Damit merken Sie genau die Dateien vor, die Sie später loswerden wollen – auch ein einzelnes Foto aus einer Gruppe. Bei ähnlichen Fotos, die der behaltenen zu wenig ähneln, ist das Kästchen gesperrt. Unten erscheint die Leiste „n Dateien markiert · aus n Gruppen · Größe“ mit „Markierte aussortieren …“ und „Markierung aufheben“. Erst dort wird aussortiert, mit Rückfrage und als ein Vorgang (Rückgängig holt alles zurück). Wählen Sie mit „Behalten“ eine andere Datei, verliert diese ihre Markierung. Oben stehen außerdem „Alle markieren“ und „Keine“.

Eine Datei in zwei Gruppen (ab 0.8.6): Dasselbe Foto kann in einer exakten und in einer ähnlichen Gruppe stehen. Ist es in einer Gruppe grün markiert, ist es in allen anderen gesperrt („✓ in einer anderen Gruppe behalten – hier nicht aussortierbar“). So bleibt in jeder Gruppe die grün markierte Datei liegen, wie die Rückfrage verspricht. Wollen Sie es doch loswerden, wählen Sie zuerst in der anderen Gruppe mit „Behalten“ eine andere Datei.

Ganze Gruppen: Jede Gruppe hat oben links ein Häkchen „alle markieren“ (markiert alle außer der grünen). Markierte Gruppen sind orange umrandet; unten erscheint eine Leiste „n Gruppen markiert · Dateien · Größe“ mit „Markierte aussortieren …“. Je Gruppe wird alles außer der grün markierten Datei aussortiert – bei ähnlichen Fotos nur, was ihr ähnlich genug ist. Über den Gruppen: „Alle markieren“ (alle gerade gezeigten Gruppen, z. B. nur „Exakt gleich“) und „Keine“. Die Rückfrage nennt Anzahl und Größe und warnt, wenn ähnliche Gruppen dabei sind. Das Ganze ist ein Vorgang: „Rückgängig“ holt alles auf einmal zurück.

Nach dem Aussortieren bleibt die Ansicht an derselben Stelle stehen (bis 0.7.2 sprang sie nach oben).

„Nicht ähnlich“ – beide behalten (ab 0.8.2)

Bei ähnlichen Gruppen steht oben der Knopf „Nicht ähnlich – alle behalten“; in Gruppen mit mehr als zwei Fotos hat außerdem jede Zeile „Gehört nicht dazu“. Damit sagen Sie: Diese Fotos gehören nicht zusammen oder ich will sie alle behalten. Photma-BL merkt sich jedes dieser Paare und legt es nie wieder als ähnlich vor – auch nicht nach „Katalog zurücksetzen“, nach dem Verschieben oder Aussortieren (erkannt an Name, Größe und Änderungszeit). Es wird nichts verschoben oder gelöscht. Passen die übrigen Fotos einer Gruppe weiter zusammen, bleiben sie eine Gruppe.

Rückgängig: Direkt nach dem Merken bietet die Meldung unten „Rückgängig“. Später: oben der Knopf „Gemerkte „nicht ähnlich“ (n) …“ → „Zurücksetzen“ gibt alle gemerkten Paare wieder frei; die Rückfrage nennt die Anzahl.

Vorschau: Ausschnitt oder ganzes Bild (ab 0.8.2)

Die kleinen Vorschaubilder zeigen standardmäßig das ganze Bild. Der Umschalter „Ausschnitt / Ganzes Bild“ oben wechselt zu einem Ausschnitt um den Bereich mit den meisten Kanten und Kontrasten. Der Ausschnitt ist eine Schätzung ohne Gesichtserkennung und wirkt bei Fotos mit viel leerer Fläche oft nichtssagend – deshalb ist er nicht die Vorgabe.

Nach Ordner aufräumen (ab 0.2.1)

Jeder Ordner, in dem Duplikate liegen, hat eine eigene Farbe – in allen Gruppen dieselbe: ein farbiger Punkt vor dem Pfad und ein Farbstreifen am Namen. So erkennt man auf einen Blick, dass z. B. alle roten Zeilen im Ordner „Kopien“ liegen.

  • Ordner mit Duplikaten (Liste über den Gruppen): jeder Ordner mit seiner Farbe und der Zahl der Duplikate darin. Ein Klick zeigt nur die Gruppen, die Dateien aus diesem Ordner enthalten; dessen Zeilen sind farbig hinterlegt. Nochmal klicken oder „Filter aufheben“ zeigt wieder alle.
  • Sortierung „nach Ordner“ ordnet die Gruppen und die Dateien in jeder Gruppe nach Ordner.
  • „Duplikate aus einem Ordner entfernen …“ (ab 0.8, Knopf oben): Liste aller Ordner mit Duplikaten – auch der übergeordneten – mit Suchfeld und der Zahl der Dateien. Mit „mit Unterordnern“ zählen die Unterordner mit. Ein Klick auf einen Ordner zeigt, was verschoben wird.
  • Rechtsklick auf einen Ordner links → „Duplikate in diesem Ordner“: Bei einem Ordner mit Unterordnern steht über den Gruppen ab 0.8 der Knopf „Alle Duplikate in diesem Ordner aussortieren …“ (mit Unterordnern).
  • Alle hier aussortieren … (bei gewähltem Ordner) verschiebt alle Duplikate dieses Ordners auf einmal nach _aussortiert. In jeder Gruppe bleibt eine Kopie liegen: liegt die grün markierte im gewählten Ordner, behält Photma-BL stattdessen eine Kopie außerhalb (nach der Behalten-Regel); liegen alle Kopien einer Gruppe in diesem Ordner, bleibt dort eine. Ähnliche Gruppen sind nur dabei, wenn Sie das Häkchen setzen. Die Rückfrage nennt Anzahl und Größe.

Das Ganze ist ein Vorgang: „Aussortiert“ → „Letzten Vorgang zurückholen“ macht ihn komplett rückgängig. Gelöscht wird auch hier nichts.

Sicherheitsprüfung vor jedem Verschieben: Bei exakt gleichen Dateien prüft Photma-BL frisch, dass die Datei seit dem Einlesen unverändert ist, dass ihr Inhalt zur Prüfsumme passt und dass mindestens eine andere inhaltsgleiche Datei erhalten bleibt – die letzte Kopie eines Fotos lässt sich so nicht aussortieren. Bei ähnlichen Fotos muss die grün markierte Datei noch vorhanden und unverändert sein, und jede aussortierte Datei muss ihr ähnlich genug sein (sonst ist „Aussortieren“ gesperrt bzw. wird abgelehnt). Abgelehnte Dateien werden mit Grund gemeldet. Ab 0.8.6 gilt außerdem: Eine Datei, die in einer anderen Gruppe desselben Vorgangs grün markiert ist, wird nie aussortiert, und über eine ähnliche Gruppe geht nie die letzte byte-gleiche Kopie, wenn im selben Vorgang schon eine andere Kopie aussortiert wurde.

Aussortiert, Zurückholen & Löschen

Aussortieren verschiebt die Datei in den Ordner _aussortiert des jeweiligen Fotoordners und behält dabei die Unterordner bei. Beispiel: D:\Fotos\Handy\2023\IMG_0815.jpg → D:\Fotos\_aussortiert\Handy\2023\IMG_0815.jpg. Liegt dort schon eine gleichnamige Datei, wird „(2)“ angehängt – überschrieben wird nie.

Aussortieren können Sie Duplikate (Ansicht „Duplikate“) und ab 0.4.2 jedes Foto: Rechtsklick → „Aussortieren …“, Taste Entf, in der Großansicht oder mehrere markierte auf einmal (siehe Markieren). Das funktioniert auch auf Netzwerkordnern (NAS); ist das NAS gerade aus, kommt eine Meldung und nichts passiert.

Die Ansicht „Aussortiert“ listet alles mit altem und neuem Ort. „Zurückholen“ stellt einzelne Dateien wieder an ihren alten Platz, „Letzten Vorgang zurückholen“ macht das letzte Aufräumen komplett rückgängig. Mit den Kästchen links lassen sich Einträge markieren (oben: alle) – dann „Markierte zurückholen“. Liegt am alten Platz inzwischen eine andere Datei, bleibt die aussortierte liegen und es kommt ein Hinweis.

Leere Ordner (ab 0.8)

Sind nach dem Aussortieren alle Fotos eines Ordners weg, fragt Photma-BL: „Ordner ist jetzt leer – entfernen?“. „Behalten“ lässt ihn stehen; links im Ordnerbaum steht er dann grau mit „– alle aussortiert“. Ein Klick darauf (ab 0.8.2: bietet genau diesen Ordner an; seine Unterordner lassen sich einzeln abwählen) oder „Leere Ordner aufräumen …“ (Ansicht „Aussortiert“ und Rechtsklick auf „Aussortiert“) bietet das Entfernen später erneut an.

  • Entfernt wird nur nach Ihrem Klick und nur, was wirklich leer ist. Windows-Systemdateien wie Thumbs.db und desktop.ini zählen nicht als Inhalt und werden mit entfernt.
  • Liegt noch etwas darin (z. B. ein Dokument oder ein Video, das noch nicht eingelesen ist), nennt die Liste es; der Ordner bleibt.
  • Leere Ordner, die Sie selbst angelegt haben, entfernt Photma-BL nie – auch nicht als Unterordner.
  • Das Entfernen prüft zuerst den ganzen Ordnerbaum und löscht erst dann von unten nach oben. Taucht zwischendurch etwas Neues auf, bleibt alles stehen und die Meldung nennt, was entfernt wurde und was nicht. Verknüpfungen (Junctions, Symlinks) werden nie verfolgt.
  • Die aussortierten Fotos bleiben im Ordner _aussortiert. Holen Sie sie zurück, legt Photma-BL den Ordner wieder an.

Rückgängig (ab 0.4.3)

Rückgängig nimmt den letzten Vorgang zurück – je nachdem, was jünger ist: das letzte Aussortieren (die Fotos kommen an ihren alten Platz), die letzte EXIF-Änderung (ab 0.7.1 genau diese eine Änderung, frühere bleiben; nach einer Rückfrage) oder (ab 0.5.3) der letzte Ordnerabgleich mit dem Handy (die Dateien kommen an ihren alten Platz; nach einer Rückfrage). Der Menüeintrag sagt, was zurückgenommen wird, z. B. „Rückgängig: 3 Fotos aussortiert“. So erreichen Sie ihn:

  • Strg + Z (nicht in Eingabefeldern),
  • Rechtsklick auf ein Foto, auf eine freie Fläche oder links auf „Aussortiert“ bzw. „EXIF geändert“,
  • der Knopf „Rückgängig“ in der Meldung direkt nach dem Aussortieren.

Mehrmals hintereinander geht Schritt für Schritt weiter zurück. Endgültig Gelöschtes lässt sich nicht rückgängig machen.

Endgültig löschen (ab 0.4.2)

Erst hier lassen sich Fotos wirklich löschen: „Endgültig löschen …“ in einer Zeile, „Markierte endgültig löschen …“ oder „Alle endgültig löschen …“. Die Rückfrage nennt Anzahl und Größe; der Knopf wird erst aktiv, wenn Sie „Ja, … endgültig löschen“ ankreuzen.

Endgültig heißt endgültig: Die Dateien werden sofort gelöscht – nicht in den Windows-Papierkorb. Grund: Auf Netzwerkordnern (NAS) gibt es keinen Papierkorb; Photma-BL verhält sich deshalb überall gleich. (Manche NAS haben einen eigenen „Netzwerk-Papierkorb“, wenn er dort eingeschaltet ist – darauf verlassen Sie sich besser nicht.) Photma-BL kann gelöschte Dateien nicht zurückholen.
  • Gelöscht wird nur, was im Ordner _aussortiert des Fotoordners liegt und zum Katalog passt – nie etwas anderes.
  • Mit gelöscht werden die Vorschaubilder des Fotos und, falls Sie seine EXIF-Angaben geändert hatten, die Sicherung im Ordner _exif_original (sonst bliebe dort eine vollständige Kopie liegen). Leere Unterordner in _aussortiert verschwinden.
  • Fehlt eine Datei schon (z. B. im Explorer gelöscht), verschwindet nur ihr Eintrag aus der Liste. Ist ein Fotoordner nicht erreichbar, wird dort nichts gelöscht und es kommt eine Meldung.
  • Jede gelöschte Datei steht mit Pfad im Protokoll (Einstellungen → Protokoll).
  • Sie können den Ordner _aussortiert auch weiterhin selbst im Explorer löschen; die Einträge entfernt dann „Endgültig löschen …“ („Aus Liste entfernen“).

EXIF anzeigen & ändern (ab 0.3)

EXIF sind die Angaben, die Kamera oder Handy in das Foto schreiben: Aufnahmezeit, Kamera, Objektiv, Belichtung, GPS-Ort und Texte wie Titel, Autor oder Copyright.

Ein Foto

In der Großansicht „EXIF …“ klicken. Links stehen alle Angaben, geordnet nach Aufnahme, Kamera, Belichtung, Bild, Ort und Texte; „Alle Felder“ klappt die vollständige Liste auf. Rechts lassen sich ändern:

FeldHinweis
AufnahmezeitDatum und Uhrzeit (Sekunden möglich). Setzt „Aufnahme (Original)“ und „Digitalisiert“. Bestimmt die Einordnung unter „Nach Datum“.
Titel / Beschreibung, AutorWerden so gespeichert, dass auch der Windows-Explorer sie unter Eigenschaften → Details als „Titel“ und „Autoren“ zeigt. Umlaute sind möglich. Leer lassen = Angabe entfernen.
Copyrightz. B. © 2026 Max Mustermann.
AufnahmeortBreite und Länge in Dezimalgrad (Süden und Westen negativ), z. B. 48.1374 und 11.5755. „Einfügen“ übernimmt Koordinaten aus der Zwischenablage – etwa aus Google Maps (Rechtsklick auf einen Ort → Koordinaten anklicken = kopiert). Die Höhe des alten Ortes wird dabei entfernt; der Ortsname wird neu bestimmt.
GPS-Daten entfernenLöscht die Ortsangabe aus der Datei – sinnvoll vor dem Weitergeben. Die alten Koordinaten werden dabei überschrieben, nicht nur ausgeblendet.

„Speichern …“ zeigt vor dem Schreiben eine Zusammenfassung.

Viele Fotos auf einmal

Oben in einer Fotoansicht (z. B. „Urlaub 2023“ oder ein Ordner) „EXIF …“ klicken. Gewählt werden kann, jeweils per Häkchen:

  • Autor, Copyright, Titel/Beschreibung für alle Fotos gleich setzen;
  • Aufnahmezeit verschieben um Tage, Stunden, Minuten, Sekunden – für eine falsch gestellte Kamerauhr oder die Zeitzone im Urlaub. Fotos ohne EXIF-Aufnahmezeit bleiben dabei unverändert;
  • Aufnahmeort setzen – wahlweise nur bei Fotos, die noch keinen haben (Vorgabe);
  • GPS-Daten entfernen.

Das läuft als Auftrag mit Fortschritt unten in der Statusleiste und lässt sich abbrechen. Das Ergebnis nennt, wie viele Fotos geändert, übersprungen (kein JPEG, keine Aufnahmezeit) oder nicht lesbar waren; Einzelheiten stehen im Protokoll.

Sicherheit: was genau passiert

  • Original sichern: Vor der ersten Änderung eines Fotos legt Photma-BL eine Kopie in den Ordner _exif_original seines Fotoordners, mit denselben Unterordnern: D:\Fotos\2023\IMG_0815.jpg → D:\Fotos\_exif_original\2023\IMG_0815.jpg. Bei weiteren Änderungen bleibt diese erste Sicherung bestehen. Ab 0.7.1 prüft Photma-BL vorher, ob die Sicherung wirklich zu diesem Foto gehört (gleiche Bilddaten). Liegt dort die Sicherung eines anderen Fotos gleichen Namens oder wurde das Foto inzwischen in einem anderen Programm bearbeitet, wird die alte Sicherung unter „… (ältere Sicherung)“ beiseitegelegt – nie gelöscht – und der jetzige Stand neu gesichert (Hinweis im Protokoll).
  • Verlustfrei: Die Bilddaten werden nie neu gespeichert, es gibt also keinen Qualitätsverlust. Geändert wird nur der EXIF-Teil der Datei; vor dem Speichern prüft Photma-BL, dass alles andere Byte für Byte gleich geblieben ist, und liest die neuen Werte zur Kontrolle zurück.
  • Herstellerdaten bleiben: Kamera-interne Angaben (z. B. Objektivkorrekturen) und das eingebettete Vorschaubild bleiben an ihrer Stelle erhalten.
  • Datum der Datei: Änderungs- und Erstelldatum der Datei bleiben unverändert (abschaltbar unter Einstellungen → Allgemein → EXIF ändern).

Zurücknehmen: Links unter „Aufräumen“ zeigt „EXIF geändert“ alle Fotos mit gesichertem Original. „Letzte Änderung zurücknehmen“ (und „Rückgängig“) nimmt ab 0.7.1 genau die letzte EXIF-Änderung zurück – frühere Änderungen bleiben, dafür erneut „Rückgängig“. Wurde ein Foto seither anders geändert (anderes Programm), bleibt es unverändert und wird gemeldet. „Original zurück“ beim einzelnen Foto legt das gesicherte Original wieder an seinen Platz – den Stand vor der ersten Änderung durch Photma-BL; aber nur, wenn am Platz noch dasselbe Bild liegt (sonst wird nichts überschrieben, das Original bleibt in _exif_original). Auch die Großansicht bietet unter „EXIF …“ „Original wiederherstellen“. Brauchen Sie die Originale nicht mehr, löschen Sie den Ordner _exif_original selbst.

Eintrag entfernen (ab 0.8.3): Haben Sie den Ordner _exif_original selbst gelöscht, steht in der Liste „Sicherung nicht mehr vorhanden“. Der Knopf „Eintrag entfernen“ (oder oben „Einträge ohne Sicherung entfernen“) nimmt solche Einträge aus der Liste. Es verschwindet nur der Listeneintrag – Fotos und Dateien bleiben unberührt. Einträge mit vorhandener Sicherung lassen sich so nicht entfernen. Ab 0.8.6 prüft Photma-BL unmittelbar vorher noch einmal: Ist die Sicherung gerade nur nicht lesbar (Netz, NAS) oder liegt das Foto selbst nicht mehr an seinem Platz, während auch der Fotoordner fehlt (Fotoordner verschoben – dann erst „Neu zuweisen“), bleibt der Eintrag stehen. Sind Foto und Sicherung gelöscht und der Fotoordner ist noch da, lässt sich der Eintrag entfernen.

Grenzen: Ändern geht in dieser Version nur bei JPEG-Dateien. HEIC, PNG, TIFF und RAW/DNG werden angezeigt, aber nicht geändert. Enthält eine Datei zusätzlich XMP-Daten (z. B. aus Lightroom), weist Photma-BL darauf hin: Die ändert es nicht, manche Programme zeigen deshalb weiter die alten Angaben. Steht dort auch der Ort, lehnt „GPS entfernen“ die Datei ab (ab 0.7.1) – sonst bliebe der Ort beim Weitergeben sichtbar. Schreibgeschützte Dateien und sehr lange Pfade (über 240 Zeichen) werden mit klarer Meldung übersprungen. Ist „Änderungsdatum behalten“ eingeschaltet und bleibt die Datei gleich groß, setzt Photma-BL das Änderungsdatum 3 Sekunden später – sonst übersehen Sicherungsprogramme die Änderung. Ein EXIF-Block kann höchstens 64 KB groß sein; wird er zu groß, lehnt Photma-BL die Änderung ab. Für die Sicherungen braucht der Fotoordner etwa so viel freien Platz, wie die geänderten Fotos belegen.

Karte (ab 0.2)

Karte (oben oder links) zeigt alle Aufnahmeorte als Punkte; die Zahl im Punkt ist die Anzahl der Fotos. Liegen Orte nah beieinander, fasst die Karte sie zusammen – ein Klick darauf zoomt hinein. Ein Klick auf einen einzelnen Ort zeigt dessen Fotos (ein gewählter Jahresfilter bleibt dabei erhalten).

  • Verschieben mit gedrückter Maustaste, Zoomen mit dem Mausrad, Doppelklick oder +/− rechts oben; ⤢ zeigt wieder alle Orte. Mit der Tastatur: Pfeiltasten und +/-.
  • Der Knopf Jahre schränkt die Karte auf bestimmte Jahre ein.
  • Im Browser öffnen zeigt dieselbe Karte im Standardbrowser in einem eigenen Tab (z. B. für einen größeren Bildschirm). Diese Seite funktioniert nur, solange Photma-BL läuft.
Kartenbilder: Der Kartenhintergrund (Straßen, Landschaft) kommt von OpenStreetMap aus dem Internet. Beim ersten Öffnen fragt Photma-BL, ob es die Kartenbilder laden darf. Dabei erfährt OpenStreetMap, welchen Kartenausschnitt Sie ansehen – nicht Ihre Fotos und nicht deren Koordinaten. Ohne Zustimmung oder ohne Internet stehen die Punkte auf einem leeren Raster; ihre Lage zueinander stimmt trotzdem. Abschalten: Einstellungen → Allgemein → Karte.

Von der Karte zurück an dieselbe Stelle (ab 0.8.5): Klicken Sie auf der Karte einen Ort an, zeigt Photma-BL dessen Fotos. „Zurück“ (Knopf oben, Maustaste „Zurück“ oder Alt+←) führt auf die Karte mit demselben Ausschnitt – gleiche Mitte, gleicher Zoom – statt auf die Gesamtkarte. So lassen sich alle Orte einer Stadt nacheinander ansehen. Orte, die Sie schon angesehen haben, sind abgeblendet, der zuletzt angesehene trägt einen orangen Ring. Die Zeile unten links zählt („2 von 40 Orten angesehen“); „Zurücksetzen“ macht alle wieder gleich. Öffnen Sie die Karte neu (Knopf „Karte“ oder Seitenleiste), beginnt sie wieder mit der Gesamtansicht.

Orte & Ortsdatenbank

Orte werden offline bestimmt: aus den GPS-Koordinaten im Foto und einer Ortsliste wird der nächstgelegene Ort gesucht. Für die Ortsbestimmung werden keine Koordinaten ins Internet geschickt (nur wenn Sie in der Großansicht einen Kartenlink anklicken).

  • Eingebaut: eine Notfall-Liste mit rund 250 größeren Städten. Fotos werden der nächsten davon zugeordnet – grob, aber sofort nutzbar.
  • GeoNames-Ortsdatenbank (empfohlen): Einstellungen → Orte → Herunterladen und zuordnen. Varianten: Orte ab 15.000, 5.000 (empfohlen) oder 1.000 Einwohnern. Danach werden alle Fotos mit GPS neu zugeordnet. Quelle: geonames.org, Lizenz CC BY 4.0.
  • Aus GeoLocation-BL übernehmen: Wer GeoLocation-BL nutzt, hat dort schon eine orte.sqlite (Ordner „Daten“ neben GeoLocation-BL bzw. %LOCALAPPDATA%\GeoLocation-BL). Einstellungen → Orte → Ordner mit orte.sqlite wählen kopiert sie.

Liegt der nächste bekannte Ort weiter als 30 km entfernt, nennt die Großansicht die Entfernung.

Orte neu zuordnen (ab 0.2, Einstellungen → Orte) bestimmt die Ortsnamen aller Fotos mit GPS neu aus der aktiven Ortsdatenbank – nach dem Laden oder Übernehmen einer Datenbank geschieht das automatisch. Online nachgeschlagene Namen bleiben dabei erhalten, außer Sie kreuzen „auch online nachgeschlagene Namen ersetzen“ an.

Ab 0.2 stehen die Namen der eingebauten Notfall-Liste mit echten Umlauten („München“ statt „Muenchen“). Für schon eingelesene Fotos einmal „Orte neu zuordnen“ wählen.

Ortsnamen online nachschlagen (ab 0.2)

Die Ortsdatenbank kennt Orte ab 1.000 Einwohnern. Genauere Namen – Ortsteile, kleine Gemeinden – liefert der Dienst Nominatim von OpenStreetMap im Internet. Das geschieht nur auf Knopfdruck:

  • „Orte online …“ oben in einer Fotoansicht – für alle Fotos mit GPS in dieser Ansicht (z. B. nur „Italien 2023“).
  • „Ort online nachschlagen“ in der Großansicht – nur für dieses Foto.

Vorher erscheint jedes Mal ein Hinweis mit der Zahl der Fotos, der nötigen Abfragen und der ungefähren Dauer. Erst mit „Jetzt nachschlagen“ geht etwas ins Internet.

Was wird gesendet? Nur die Koordinaten – auf etwa 100 m gerundet. Fotos, Dateinamen und Pfade verlassen den Rechner nicht. Nominatim erlaubt höchstens eine Abfrage pro Sekunde; Photma-BL hält das ein, fragt gleiche Orte nur einmal ab und merkt sich die Ergebnisse (auch über ein Zurücksetzen des Katalogs hinweg). Je Durchgang höchstens 1.500 Abfragen (rund 28 Minuten); für den Rest den Befehl erneut wählen. Abbrechen jederzeit unten in der Statusleiste.

Der gefundene Name ersetzt den Ortsnamen im Katalog; die Großansicht nennt dann „Name von OpenStreetMap“. Die Region bleibt die der Ortsdatenbank, damit dieselbe Region nicht zweimal in der Ansicht steht. Die Fotos selbst werden nicht verändert. Quelle: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL).

Neue Versionen (Updates)

Photma-BL meldet neue Versionen – installiert aber nie selbst. Die Meldung erscheint als grüne Leiste oben im Fenster; „Neuerungen“ zeigt, was sich geändert hat, „Diese Version nicht mehr melden“ blendet sie aus. Gesucht wird an zwei Stellen:

  1. Update-Ordner (optional, Einstellungen → Neue Versionen), z. B. ein Cloud-Ordner, in dem neue Fassungen abgelegt werden. Erkannt werden Photma-BL_vX.Y.Z.zip (Python-Fassung samt Bauskript) und photma_bl_vX_Y_Z.exe (fertige EXE), jeweils nur in der obersten Ebene.
  2. Website: die kleine Datei photma_bl_version.json auf replikant.net, höchstens einmal täglich. Es wird nur diese Datei geholt, nichts gesendet. Abschaltbar.

Was tun bei einer neuen Version?

Die Meldung sagt es passend zu Ihrer Startart:

Sie starten …Neue Version liegt als …Vorgehen
die EXEEXEPhotma-BL beenden (Fenster schließen), die neue EXE in denselben Ordner wie die alte kopieren und von dort starten.
ZIPZIP entpacken, build_photma_bl.bat ausführen, die neue EXE in denselben Ordner wie die alte kopieren.
die Python-FassungZIPPhotma-BL beenden, ZIP an derselben Stelle entpacken wie die bisherige Version (es entsteht daneben ein neuer Ordner Photma-BL_vX.Y.Z), dort start_photma_bl.bat starten.

Katalog, Vorschaubilder und Einstellungen bleiben dabei erhalten – sie liegen im Ordner Photma-Daten neben der EXE bzw. neben den Programmordnern (oder lokal, siehe Wo liegen die Daten?). Die alte EXE bzw. den alten Programmordner können Sie danach löschen; Photma-Daten bitte nicht. Startet man die neue Version, während die alte noch läuft, wird die alte automatisch beendet – ab 0.3.1 auch eine noch laufende 0.1/0.2, und zwar bevor ihr Katalog übernommen wird.

Wo liegen die Daten? Auf einen anderen PC mitnehmen (ab 0.3)

Photma-BL legt Katalog, Einstellungen und Vorschaubilder neben dem Programm ab, im Ordner Photma-Daten:

  • EXE: im selben Ordner wie die EXE, z. B. D:\Programme\Photma-BL\Photma-Daten.
  • Python-Fassung: neben dem entpackten Programmordner, z. B. D:\Programme\Photma-Daten neben D:\Programme\Photma-BL_v0.3.3 – so finden neue Versionen dieselben Daten.

Dann genügt es, den Programmordner samt Photma-Daten auf einen anderen PC zu kopieren.

Wann die Daten stattdessen lokal liegen

In diesen Fällen benutzt Photma-BL automatisch %LOCALAPPDATA%\Photma-BL (nur auf diesem PC) und sagt beim Start einmal, warum:

Das Programm liegt …Warum lokal?
in einem Cloud-Sync-Ordner (OneDrive, Dropbox, Google Drive, iCloud, Proton Drive, Nextcloud …)Ein Sync-Programm kann die Katalog-Datenbank beschädigen, wenn es sie während des Schreibens anfasst, und würde Gigabytes an Vorschaubildern ständig hochladen.
im Netzwerk (NAS, Netzlaufwerk)Die Katalog-Datenbank arbeitet über das Netzwerk nicht zuverlässig (zwei PCs gleichzeitig könnten sie beschädigen). Ab 0.7.1 gilt das auch, wenn „neben dem Programm“ ausdrücklich gewählt war. Die Fotos dürfen selbstverständlich auf dem NAS liegen.
in einem schreibgeschützten Ordner (z. B. „Programme“)Dort darf Photma-BL nichts speichern.
noch im Bau-Ordner (Photma-BL-Build) oder in einem temporären OrdnerDiese Ordner werden geleert.

Selbst wählen

Einstellungen → Datenablage zeigt die Ordner und den Grund. Dort lässt sich wählen:

  • Neben dem Programm oder lokal auf diesem PC. „Neben dem Programm“ lässt sich auch in einem Sync-Ordner erzwingen – mit Warnung; wir raten davon ab.
  • Vorschaubilder trotzdem nur lokal: Katalog und Einstellungen wandern mit, die (oft großen) Vorschaubilder nicht – auf dem anderen PC entstehen sie beim Ansehen neu.

Eine geänderte Wahl wirkt beim nächsten Start: Photma-BL verschiebt dann Katalog, Einstellungen bzw. Vorschaubilder an den neuen Ort (bei sehr vielen Vorschaubildern kann das einige Minuten dauern). „Jetzt beenden …“ beendet das Programm dafür; danach wie gewohnt neu starten. Die mitgenommenen Daten sind die aktuellen: Liegt am Ziel schon eine ältere Fassung (z. B. ein früherer Katalog), wird sie nicht überschrieben, sondern in ….vorher-Datum umbenannt; der bisherige Katalog bleibt zusätzlich als katalog.sqlite.alt liegen. Vorschaubilder werden zusammengeführt.

Umstieg von 0.1/0.2: Bisher lagen die Daten in %LOCALAPPDATA%\Photma-BL. Beim ersten Start von 0.3 übernimmt Photma-BL Katalog und Einstellungen von dort nach Photma-Daten; der alte Katalog bleibt dort als katalog.sqlite.uebernommen liegen (Rückfall, wird nicht mehr benutzt). Die Vorschaubilder bleiben, wo sie sind, und werden weiter benutzt („Vorschaubilder nur lokal“) – umstellbar unter Einstellungen → Datenablage. Liegt das Programm in einem Sync-Ordner, bleibt ohnehin alles lokal.

Auf dem anderen PC

Heißen die Fotoordner dort gleich (z. B. ein NAS-Pfad \\NAS\Fotos), ist nichts zu tun. Heißt ein Ordner anders (z. B. E:\Fotos statt D:\Fotos), unter Fotoordner bei diesem Ordner „Neu zuweisen …“ wählen – dann muss nichts neu eingelesen werden (siehe Erste Schritte).

3 · Referenz Nachschlagen: Ansichten, Knöpfe, Menüs, Einstellungen, Fehlermeldungen

Ansichten: Datum, Ort, Ordner

AnsichtWas sie zeigt
Alle FotosAlle eingelesenen Fotos (ohne Aussortierte, ohne Videos).
Videos (ab 0.8)Alle eingelesenen Videos, siehe Videos. Die Auswahl-Knöpfe gelten innerhalb der Videos.
Nach DatumJahre, aufgeklappt Monate (Klick auf ▸). Datum aus EXIF („Aufnahme“); fehlt es, aus dem Dateinamen (IMG_20230715_…), sonst das Änderungsdatum der Datei. Die Großansicht nennt jeweils die Quelle.
Nach OrtLand → Region → Ort, bestimmt aus den GPS-Koordinaten (offline, siehe Orte). „ohne Ortsangabe“ = Fotos ohne GPS.
Nach OrdnerFotoordner als Ordnerbaum wie im Explorer (ab 0.5.3): Handy ▸ DCIM ▸ Camera. ▸ klappt auf, ein Klick auf den Namen zeigt den Ordner mit allen Unterordnern. Die Zahl zählt die Unterordner mit (der Tooltip nennt, wie viele direkt darin liegen). Grau mit „– alle aussortiert“: Ordner, deren Fotos alle aussortiert sind (ab 0.8, siehe Leere Ordner). Liegen in einem Ordner mit Unterordnern auch selbst Fotos, steht am Ende seiner Unterordner der Eintrag „Fotos direkt in „Name““ – er zeigt nur diese (bis 0.5.2 hieß das „(oberste Ebene)“).

Oben in der ersten Zeile: Karte, Orte online …, EXIF … (ab 0.3, siehe EXIF) und Größe der Vorschaubilder. In der zweiten Zeile: links die Auswahl-Knöpfe nach Jahr, Monat, Ort und Ordner, rechts der grün umrandete Knopf „Auswählen & ordnen …“ (ab 0.4.8, öffnet das Fenster für Auswahl und Reihenfolge) und der blau umrandete Knopf „Ordnen: …“ für die schnelle Wahl der Reihenfolge (wird gemerkt). Das Suchfeld (Taste /) durchsucht Dateiname, Ordner, Ort und Kamera innerhalb der gewählten Ansicht. Weitere Fotos werden beim Scrollen nachgeladen.

Auswahl-Knöpfe über den Fotos (ab 0.2; mehrere Orte/Ordner ab 0.4.8)

Oben in jeder Fotoansicht steht die Zeile „Auswahl:“ mit Knöpfen für Jahre, Monate, Ort und Ordner – die schnelle Abkürzung zum Fenster. Ein Klick öffnet dieselbe Häkchenliste mit Anzahl; unten steht, wie viele Fotos die Auswahl ergibt, „Übernehmen“ zeigt sie, „Alle“ hebt diesen Teil auf. Alles ist frei kombinierbar – z. B. 2016 · März · London und Paris · Ordner „Test“ und „Urlaub“.

  • 📅 Jahre und 📅 Monate: mehrere möglich; ohne Jahr gilt ein Monat über alle Jahre (z. B. alle März-Fotos).
  • 📍 Ort: Länder aufklappen (▸), ganze Länder, Regionen oder einzelne Orte anhaken – mehrere möglich.
  • 📁 Ordner: ganze Fotoordner oder einzelne Unterordner – mehrere möglich.
  • Ist im Fenster ein Zeitraum oder ein Dateiname gewählt, erscheint dafür ein eigener Knopf.
  • Jede Liste zeigt nur, was zur übrigen Auswahl passt. Das × neben einem Knopf entfernt diesen Teil, „Alle“ am Ende hebt die ganze Auswahl auf.

Die Überschrift nennt die Auswahl, z. B. „Urlaub · Juli“. Karte zeigt die Fotos dieser Auswahl auf der Karte (Jahr, Monat, Ordner, Zeitraum und Dateiname bleiben dort erhalten), „Zurück“ führt wieder hierher. Die Einträge links (Nach Datum, Nach Ort, Nach Ordner) sind Abkürzungen für eine einfache Auswahl.

„Ordnen: …“ – Reihenfolge schnell wählen (ab 0.4.6)

Der blau umrandete Knopf „Ordnen: …“ oben rechts bietet die üblichen Reihenfolgen (neueste/älteste Aufnahme zuerst, Dateiname, Ordner) und fertige Kombinationen wie „Jahr › Ort“ oder „Jahr › Ort › Ordner“. „Auswählen und ordnen …“ unten in der Liste öffnet das Fenster – dort sind bis zu sechs Stufen möglich (bis 0.4.7: drei). Fotos ohne Datum bzw. ohne Ort kommen ans Ende. Die Reihenfolge wird gemerkt; „Zurück“ stellt die vorige wieder her. Wie immer gilt: Das ist nur die Anzeige – die Dateien bleiben, wo sie sind.

Zurück & Rückgängig (ab 0.4.6 oben in der Leiste)

  • Zurück (Knopf ganz links oben, Alt+←, die „Zurück“-Taste der Maus oder Rücktaste außerhalb von Eingabefeldern) führt wie im Browser zur vorigen Ansicht – z. B. von der Karte („Auf der Karte zeigen“) zurück in die Vorschau, an dieselbe Stelle. Eine offene Großansicht wird dabei geschlossen. Alt+→ geht wieder vor.
  • Rückgängig (Knopf daneben, Strg+Z, auch im Rechtsklick-Menü) nimmt den letzten Vorgang zurück – siehe Rückgängig. Fährt man mit der Maus darüber, steht dort, was zurückgenommen wird; gibt es nichts, ist der Knopf grau.

Großansicht

Klick auf ein Vorschaubild öffnet die Großansicht mit den Angaben: Pfad, Aufnahme (mit Quelle), Datei geändert, Größe, Auflösung, Kamera, Ort und Koordinaten. Blättern mit ← → oder den Pfeilen, aussortieren mit Entf, schließen mit Esc. Ab 0.9: vergrößern mit Mausrad, + −, 0 ganzes Bild, 1 Originalgröße, verschieben durch Ziehen, Helligkeit/Kontrast nur in der Ansicht, F Vollbild – siehe Genau hinsehen. Die Knöpfe rechts:

  • Mit Standardprogramm öffnen (ab 0.2) – öffnet das Foto in dem Programm, das Windows für diesen Dateityp benutzt (wie ein Doppelklick im Explorer). Dasselbe bewirkt ein Doppelklick auf das große Bild. Fehlt eine Zuordnung, im Explorer per Rechtsklick → „Öffnen mit“ → „Standard-App festlegen“ eine einrichten.
  • Öffnen mit … (ab 0.4.5 als eigene Auswahl) – zeigt die Programme, die Windows für diesen Dateityp kennt (Standardprogramm oben, z. B. Fotos, Paint, Ihr Bildbearbeitungsprogramm); ein Klick öffnet das Foto darin. „Anderes Programm wählen …“ sucht eine beliebige .exe aus; solche Programme merkt sich Photma-BL unter „Selbst gewählt“ (× entfernt sie wieder). Hintergrund: Der Windows-Dialog „Öffnen mit“ lässt sich von Photma-BL aus nicht zuverlässig nach vorn holen – er erschien nur als leeres, blinkendes Symbol in der Taskleiste. Er ist über „Stattdessen die Windows-Auswahl öffnen“ weiter erreichbar.
  • Im Explorer zeigen – öffnet den Ordner mit markierter Datei.
  • Aussortieren … (ab 0.4.2, auch Taste Entf) – verschiebt das Foto nach einer Rückfrage in den Ordner _aussortiert; zurückholbar, siehe Aussortiert. Danach schließt sich die Großansicht.
  • Ort online nachschlagen (ab 0.2, nur bei Fotos mit GPS) – siehe Ortsnamen online.
  • Rechtsklick auf das große Bild (ab 0.3.2) – Menü mit allen Befehlen für dieses Foto, siehe Rechtsklick.
  • EXIF … (ab 0.3) – alle EXIF-Angaben des Fotos anzeigen und Aufnahmezeit, Titel, Autor, Copyright und Ort ändern; siehe EXIF.

Videos (ab 0.8): Statt des großen Bildes erscheint das Vorschaubild mit den Knöpfen „Abspielen“, „Im Browser abspielen“ und „Öffnen mit …“; die Angaben nennen zusätzlich die Dauer. EXIF gibt es bei Videos nicht.

TIFF-, HEIC- und RAW-Dateien zeigt der Browser nicht direkt; Photma-BL wandelt sie dafür in eine JPG-Ansicht im Zwischenspeicher um. Das Original bleibt unverändert (zu RAW siehe RAW/DNG).

Kartenlinks (ab 0.1.3): Ein Klick auf die Koordinaten öffnet den Aufnahmeort auf OpenStreetMap im Browser; darunter steht zusätzlich ein Link zu Google Maps. Erst bei diesem Klick gehen die Koordinaten an den jeweiligen Kartendienst.

Ohne Netz (ab 0.1.3): Ist ein Netzwerkordner gerade nicht erreichbar, zeigt die Großansicht das gespeicherte Bild mit dem Hinweis „Original nicht erreichbar“. Fotos von Netzwerkordnern, die einmal groß angesehen wurden, sind dabei in guter Auflösung gespeichert; alle anderen erscheinen als vergrößertes Vorschaubild.

Einstellungen

ReiterInhalt
AllgemeinFarben (wie Windows / hell / dunkel), Browser für das Programmfenster samt eigenem Pfad – ab 0.3 mit „Durchsuchen …“: Ordner öffnen und die .exe des Browsers anklicken (oben stehen die schon gefundenen Browser), „ד löscht den eigenen Pfad wieder; Duplikate: Behalten-Regel, „Auch ähnliche Fotos suchen“, wie streng „ähnlich“ ist; EXIF ändern: Dateidatum beibehalten ja/nein; Karte: Kartenbilder von OpenStreetMap laden ja/nein; Katalog zurücksetzen.
Datenablage(ab 0.3) Wo Katalog, Einstellungen und Vorschaubilder liegen, warum, und die Wahl „neben dem Programm“ / „lokal“ – siehe Wo liegen die Daten?
OrteAktive Ortsdatenbank, GeoNames herunterladen, Orte neu zuordnen, Hinweis zum Online-Nachschlagen, orte.sqlite übernehmen.
Neue VersionenStand, Update-Ordner, Website-Abfrage ein/aus, „Jetzt prüfen“.
SystemprüfungProgramm- und Python-Version, Pakete, HEIC-Unterstützung, Daten- und Vorschau-Ordner, Größe des Vorschau-Zwischenspeichers (mit „Leeren“), gefundene Browser, ab 0.4 das verwendete adb.
ProtokollFehlerbericht: die letzten Einträge aus photma.log (neueste unten), z. B. nicht lesbare Dateien beim Einlesen. „Kopieren“ legt den Text in die Zwischenablage, „Datenordner öffnen“ zeigt den Ordner im Explorer.

Katalog zurücksetzen

Einstellungen → Allgemein → Katalog zurücksetzen … leert den Katalog (Fotoliste, Aufnahmedaten, Orte, Prüfsummen, Fingerabdrücke) und liest danach alle Fotoordner neu ein. Ihre Fotos bleiben unberührt. Erhalten bleiben außerdem die Listen „Aussortiert“ und „EXIF geändert“ (Zurückholen funktioniert weiter), die Vorschaubilder und schon online nachgeschlagene Ortsnamen im Zwischenspeicher. Wahlweise wird auch die Liste der Fotoordner geleert – dann wird nichts neu eingelesen. Sinnvoll, wenn der Katalog nicht mehr zu den Ordnern passt oder Sie neu anfangen möchten.

Fehlersuche & Protokoll

ProblemLösung
Fenster öffnet sich nichtEinstellungen → Allgemein → Browser umstellen (z. B. „Standardbrowser als Tab“) oder mit „Durchsuchen …“ die .exe des Browsers wählen. Bei der Python-Fassung start_photma_bl.bat --check ausführen.
„keine Vorschau“ bei HEICpillow-heif fehlt. EXE: neu bauen (build_photma_bl.bat meldet „eingebaut: JA“). Python: py -m pip install pillow-heif, danach neu starten.
Fotos fehlen nach dem EinlesenLiegen sie in einem Ordner _aussortiert, einem versteckten oder einem Systemordner? Diese werden übersprungen. Nicht lesbare Dateien nennt die Meldung nach dem Einlesen.
„Datei wurde seit dem Einlesen geändert“ beim Aussortieren„Einlesen“ und danach „Duplikate suchen“, dann erneut aussortieren. Ein einzelnes Foto lässt sich auch per Rechtsklick → „Aussortieren …“ aussortieren – dafür ist keine Duplikat-Suche nötig.
„Öffnen mit …“: gewünschtes Programm fehlt in der Liste„Anderes Programm wählen …“ und dessen .exe anklicken (z. B. unter C:\Programme) – danach steht es unter „Selbst gewählt“. Store-Apps erscheinen, sobald Windows sie für den Dateityp kennt (einmal im Explorer per „Öffnen mit“ benutzt).
Handy-Seite zeigt ein am PC gelöschtes oder aussortiertes Foto noch als „schon am PC“Ab 0.4.3 prüft die Handy-Seite den Zielordner alle 10 Sekunden neu, solange sie offen ist. Bei Netzwerkordnern zeigt Windows eine gerade gelöschte Datei bis zu etwa 10 Sekunden lang noch an – kurz warten. Das Foto erscheint dann unter „Früher geholt – im Zielordner nicht mehr da“ und wird nur geholt, wenn Sie es dort anhaken.
Rechtsklick zeigt das Browser-MenüNur bei gedrückter Umschalt-Taste, in Eingabefeldern oder auf markiertem Text – so gewollt. Sonst: Programmfenster neu laden (F5) oder Photma-BL neu starten (noch alte Version im Fenster?).
Fotoordner „nicht erreichbar“Laufwerk anschließen bzw. NAS einschalten und erneut einlesen. Der Katalog bleibt bis dahin erhalten.
„Im Netzwerk suchen“ findet das NAS nichtNAS eingeschaltet? Ist bei ihm SMB/Windows-Dateifreigabe aktiviert? Liegt es im selben Netz (gleicher Router)? Sonst Namen oder Adresse direkt eintippen – die Adresse zeigt die Router-Oberfläche (z. B. Fritz!Box → Heimnetz).
„Server antwortet nicht“ in der OrdnerauswahlNAS eingeschaltet und im selben Netz? Name richtig? Ersatzweise die Adresse eintippen (\\192.168.1.20). Werden keine Freigaben gefunden, die Freigabe direkt eintippen (\\NAS\Fotos).
„Zugriff verweigert“ auf dem NASIm Explorer einmal \\NAS öffnen, anmelden, „Anmeldedaten speichern“ ankreuzen.
„Keine Verbindung zum Programm“ / „Keine Verbindung zu Photma-BL“ (früher „Failed to fetch“)Photma-BL läuft nicht mehr, das Fenster ist übrig geblieben. Fenster schließen und Photma-BL neu starten. Bis 0.3.2 passierte das, wenn von zwei offenen Fenstern eines geschlossen wurde – ab 0.3.3 behoben.
Nach dem Kopieren auf einen anderen PC sind alle Fotoordner „nicht erreichbar“Unter „Fotoordner“ je Ordner „Neu zuweisen …“ und den Ort auf diesem PC wählen (siehe Anderer PC).
Katalog leer nach Update auf 0.3Die neue Version wurde an einem anderen Ort gestartet als die alte. Einstellungen → Datenablage zeigt, wo sie sucht; die bisherigen Daten liegen in %LOCALAPPDATA%\Photma-BL oder im Ordner Photma-Daten neben der alten Version. Photma-BL beenden, den Inhalt dorthin kopieren, wo die neue sucht, neu starten.
„Nur JPEG-Dateien lassen sich ändern“EXIF schreiben geht in 0.3 nur bei JPEG. Andere Formate werden angezeigt, beim Ändern vieler Fotos übersprungen und im Ergebnis gezählt.
Windows zeigt nach dem Ändern noch den alten TitelDer Explorer merkt sich Angaben kurz; Fenster mit F5 aktualisieren. Enthält die Datei XMP-Daten (Hinweis im EXIF-Fenster), zeigen manche Programme diese statt der EXIF-Angaben.
Karte ohne Straßen, nur RasterKartenbilder sind nicht erlaubt (Einstellungen → Allgemein → Karte) oder es besteht keine Internetverbindung. Die Punkte stimmen trotzdem.
DNG zeigt „keine Vorschau“Die Datei hat kein eingebettetes Vorschaubild und komprimierte Rohdaten – siehe RAW/DNG. „Mit Standardprogramm öffnen“ zeigt sie im RAW-Programm.
Zu viele oder zu wenige ähnliche FotosOben in „Duplikate“ bei Ähnlich: „sehr ähnlich“ bzw. „locker“ wählen. Zwei Fotos, die nicht zusammengehören, dauerhaft mit „Nicht ähnlich – alle behalten“ trennen.
Zwei ähnliche Fotos werden immer wieder vorgelegtIn der Gruppe „Nicht ähnlich – alle behalten“ klicken (ab 0.8.2). Das Paar kommt nicht wieder. Rückgängig: oben „Gemerkte „nicht ähnlich“ …“ → „Zurücksetzen“.
Die Vorschau zeigt nur einen Teil des FotosOben „Ganzes Bild“ wählen (Vorgabe seit 0.8.2). „Ausschnitt“ ist eine Schätzung und nur auf Wunsch gedacht.
„Der Computer wurde durch Windows geschützt“ beim StartWindows-SmartScreen bei einer nicht signierten EXE. „Weitere Informationen“ → „Trotzdem ausführen“ (nur beim ersten Start). Siehe EXE von der Website.
Video zeigt nur ein Filmsymbol statt eines BildesDas Programmfenster konnte das Video nicht lesen (häufig HEVC/H.265, AVI, MTS) – das Vorschaubild entsteht im Fenster aus dem ersten Bild. Abspielen geht trotzdem: „Abspielen“ (Standardprogramm) oder „Öffnen mit …“, z. B. VLC.
„Im Browser abspielen“: schwarzes Bild oder Meldung „kann das Video nicht abspielen“Browser spielen MP4 mit H.264 und WebM, HEVC/H.265 oft nur mit Zusatz von Windows. Dann „Abspielen“ oder „Öffnen mit …“ wählen. Der Link im Browser gilt nur, solange Photma-BL läuft.
Leerer Ordner lässt sich nicht entfernenDarin liegt noch etwas (die Liste nennt es) – oder der Ordner ist im Explorer geöffnet. Explorer-Fenster schließen, erneut „Leere Ordner aufräumen …“. Selbst angelegte leere Ordner entfernt Photma-BL nie.
Nach „Katalog zurücksetzen“ holt das Handy nichts neuSo gewollt: Der Katalog und die Liste „schon geholt“ je Handy sind getrennt. Zurücksetzen leert nur den Katalog. Alle Handy-Fotos frisch holen: Handy-Seite → „Weitere Aufgaben“ → „Neu anfangen …“. Nur am PC gelöschte wieder holen: auf der Handy-Seite unter „Früher geholt – im Zielordner nicht mehr da“ anhaken. Die drei Möglichkeiten im Vergleich: Einstellungen → Allgemein → „Neu beginnen – was genau?“ (ab 0.7.2).
„Es läuft bereits: …“ (ab 0.7.1)Aussortieren, Zurückholen, Löschen, Rückgängig und EXIF-Änderungen laufen nie gleichzeitig mit einem anderen Vorgang – so kann z. B. nicht aus zwei Fenstern die letzte Kopie eines Duplikats aussortiert werden. Warten, bis der genannte Vorgang fertig ist, dann erneut. Auch Schließen und „Jetzt beenden“ warten, bis er fertig ist.
Ordner auf dem Handy „nicht lesbar“ (ab 0.7.1)Ein Ordner ließ sich nicht öffnen oder nicht vollständig lesen (z. B. gesperrt, Fehler auf der Speicherkarte, Dateiname mit Zeilenumbruch). Er wird übersprungen und nie als „auf dem Handy gelöscht“ behandelt. Handy entsperren und erneut durchsuchen.
Handy wird nicht gefundenUSB-Debugging eingeschaltet (siehe Vom Handy holen)? Datenkabel statt Ladekabel? Handy entsperrt? Am Handy USB-Modus „Dateiübertragung“ wählen. Bei manchen Herstellern (z. B. Samsung) unter Windows den USB-Treiber des Herstellers installieren. Ein anderer USB-Anschluss hilft manchmal.
Handy „nicht freigegeben“Auf dem Handy erscheint „USB-Debugging zulassen?“ – „Diesem Computer immer vertrauen“ ankreuzen und „Zulassen“ tippen. Kommt die Frage nicht: in den Entwickleroptionen „USB-Debugging-Autorisierungen widerrufen“, Kabel neu anstecken.
„Verbindung zum Handy verloren“ beim HolenKabel oder Anschluss wackelt, oder das Handy hat die Verbindung beim Sperren getrennt. Kabel prüfen, Handy entsperrt lassen, „Handy suchen“ und erneut holen – Geholtes bleibt, es kommt nur der Rest.
WLAN: Eintrag zum Koppeln am Handy nicht zu findenAuf den Text „Kabelloses Debugging“ (Pixel: „Debugging über WLAN“) tippen, nicht nur auf den Schalter; Handy muss in einem WLAN sein. Oder in den Einstellungen des Handys nach „Kopplungscode“ suchen. Gibt es den Eintrag gar nicht: Android 10 oder älter – dann „Für WLAN freischalten …“ per Kabel (siehe ältere Handys).
WLAN: QR-Code gescannt, aber nichts passiertDie Meldung des Handys kommt nicht beim PC an (Windows-Firewall für adb.exe, Netzprofil „öffentlich“, Router) – siehe Firewall. „Mit Kopplungscode“ funktioniert trotzdem.
WLAN: „Kopplung fehlgeschlagen“Code abgelaufen? Das Kopplungsfenster am Handy muss offen sein – sonst neu öffnen (neuer Code, oft neuer Port). Adresse und Port aus diesem Fenster nehmen. PC und Handy im selben WLAN? Windows-Firewall für adb.exe (private Netzwerke) zulassen – siehe Firewall.
WLAN-Handy „wird gesucht …“ und verbindet nicht„Kabelloses Debugging“ am Handy noch an (schaltet sich oft von selbst aus)? Handy entsperrt und im selben WLAN? Klappt das automatische Finden nicht (Firewall/Router), mit „Verbinden …“ die aktuelle Angabe „IP-Adresse und Port“ vom Handy eingeben. Ältere Handys: nach einem Neustart erneut per Kabel „Für WLAN freischalten …“.
WLAN: „Verbindung zum Handy verloren“ beim HolenHandy hat das WLAN gewechselt, ist gesperrt oder „Kabelloses Debugging“ ging aus. Wieder verbinden und erneut holen – Geholtes bleibt, es kommt nur der Rest.
„adb herunterladen“ scheitertInternetverbindung prüfen. Alternativ die Platform-Tools selbst von developer.android.com laden und mit „Vorhandenes adb.exe wählen …“ die adb.exe darin wählen.
Die Fotos vom Handy liegen am PC alle direkt im Zielordner (oder nach Jahr/Monat)So wurden sie bis 0.5.2 abgelegt. Handy anschließen, „Handy durchsuchen“ – unter „Ordnerstruktur wie auf dem Handy abgleichen“ → „Noch nicht wie auf dem Handy abgelegt“ → „Einsortieren …“. Mit „Rückgängig“ zurücknehmbar.
Ordner auf dem Handy umbenannt – am PC liegt noch der alte OrdnerNach „Handy durchsuchen“ steht er unter „Auf dem Handy verschoben oder Ordner umbenannt“ → „Am PC nachziehen …“. Die Fotos werden bis dahin nicht doppelt geholt. Steht er nicht dort: Hat sich am PC etwas an den Dateien geändert (bearbeitet, selbst verschoben)? Dann fasst Photma-BL sie bewusst nicht an.
Auf dem Handy gelöschte Fotos erscheinen nicht unter „Auf dem Handy gelöscht“Nur Ordner, die beim Durchsuchen wirklich gelesen wurden, zählen. Lag das Foto in einem Ordner, der nur einmal unter „Weitere Ordner auf dem Handy durchsuchen …“ angegeben war, diesen dort wieder angeben und erneut durchsuchen.
Ein Foto vom Handy fehlt am PCSteht es unter „Früher geholt – im Zielordner nicht mehr da“? Dann wurde es schon einmal geholt und am PC aussortiert oder verschoben – dort anhaken, um es erneut zu holen. Liegt es in einem Ordner auf dem Handy, der nicht durchsucht wird, unter „Weitere Ordner auf dem Handy durchsuchen …“ angeben.
Zurückkopieren: „Auf dem Handy lässt sich nichts anlegen“Handy entsperrt? Speicher voll? Bei manchen Herstellern ist der Speicher im Modus „Nur laden“ gesperrt – am Handy USB-Modus „Dateiübertragung“ wählen. Es wurde nichts geschrieben.
Zurückkopieren: Fotos erscheinen nicht in der GalerieHandy einmal neu starten – Android liest die Medien dann neu ein. Mit einer Dateimanager-App lässt sich prüfen, ob die Dateien im Ordner liegen (der Bericht nennt die Anzahl).
Auf dem Handy liegt ein Ordner .photma-zurueck-…Rest eines abgebrochenen Zurückkopierens (z. B. Kabel gezogen). Er enthält nur unvollständige Kopien, ist versteckt und lässt sich mit einem Dateimanager löschen. Ein neuer Durchgang kopiert die fehlenden Dateien.
„Neu anfangen“: Ordner lässt sich nicht umbenennenIm Explorer oder einem anderen Programm geöffnet? Schließen und erneut versuchen. NAS eingeschaltet? Es wurde nichts geändert.
Handy-Funktionen mit dem iPhoneGehen nicht – adb gibt es nur für Android. iPhone-Fotos mit dem Explorer in einen Ordner kopieren und diesen als Fotoordner hinzufügen (siehe Android-Handy oder iPhone?).
„Orte online“ meldet FehlerInternetverbindung prüfen. Nach drei Fehlern in Folge bricht Photma-BL ab, um den Dienst nicht zu belasten; später erneut versuchen.

Protokoll: Einstellungen → Protokoll zeigt die letzten Einträge der Datei photma.log im Datenordner – Fehler, nicht lesbare Dateien beim Einlesen, abgeschlossene Aufträge. Mit „Kopieren“ lässt sich der Text z. B. in eine Fehlermeldung einfügen; er enthält Dateipfade.

4 · Hintergrund Wie es funktioniert, Daten und Datenschutz, Grenzen, Rechtliches

RAW/DNG-Fotos

RAW-Dateien (DNG, NEF, CR2, ARW, ORF, RW2, PEF, SRW) enthalten die Sensordaten der Kamera. Der Browser kann sie nicht zeigen. Photma-BL zeigt deshalb:

  1. das in der Datei eingebettete Vorschaubild, wenn es eins gibt – meist in voller Auflösung, genau so, wie die Kamera das Foto entwickelt hat;
  2. sonst (ab 0.2) eine selbst entwickelte Fassung: Manche Handys speichern DNGs ganz ohne Vorschaubild, nur mit den Rohdaten. Photma-BL setzt daraus ein Bild in halber Kantenlänge zusammen (Weißabgleich und Belichtung aus der Datei). Die Farben sind etwas blasser als bei einem RAW-Programm, für Ansicht, Duplikate und Karte reicht es.

Aufnahmedatum, GPS und Kamera werden auch aus solchen DNGs gelesen. Nicht entwickeln kann Photma-BL verlustfrei komprimierte Rohdaten und Fuji-X-Trans-Sensoren – die erscheinen dann mit „keine Vorschau“ (das Original bleibt unverändert; „Mit Standardprogramm öffnen“ zeigt es in Ihrem RAW-Programm).

Daten, Internet & Datenschutz

Alles bleibt auf Ihrem Rechner. Photma-BL legt seine Daten im Ordner Photma-Daten bzw. in %LOCALAPPDATA%\Photma-BL ab (siehe oben):

Datei/OrdnerInhalt
katalog.sqliteKatalog: Pfade, EXIF-Angaben, Orte, Prüfsummen, Bild-Fingerabdrücke, Listen der aussortierten und der EXIF-geänderten Dateien, Zwischenspeicher der online nachgeschlagenen Ortsnamen, ab 0.4 die Liste der vom Handy geholten Dateien (je Handy: Pfad auf dem Handy, Größe, Datum, Ablageort am PC)
vorschau\, ansicht\Zwischenspeicher für Vorschaubilder (ab 0.8 auch das Standbild je Video) und umgewandelte Großansichten (jederzeit löschbar, entsteht neu)
orte.sqliteOrtsdatenbank (falls geladen)
werkzeuge\platform-tools\(ab 0.4, nur wenn heruntergeladen) adb von Google für „Vom Handy holen“
einstellungen.json, photma.log, update_status.jsonEinstellungen, Protokoll, Stand der Versionsprüfung
ansichten.json (ab 0.4.8), oeffnen_mit.json (ab 0.4.5)Ihre gespeicherten Ansichten („Meine Ansichten“) bzw. selbst gewählte Programme für „Öffnen mit …“ – ziehen bei einem Umzug der Datenablage mit um
handy_wlan.json (ab 0.5)bekannte WLAN-Handys: Name, Seriennummer, zuletzt benutzte IP-Adresse und Port, Name der Ankündigung im WLAN – kein Kopplungscode. Zieht mit um.
ablage.json (in Photma-Daten)Ihre Wahl unter Einstellungen → Datenablage – liegt auch dann dort, wenn die Daten selbst lokal liegen

In Ihren Fotoordnern legt Photma-BL nur auf Ihren Befehl etwas an (und löscht nur auf Ihren Befehl „Endgültig löschen …“ Dateien aus _aussortiert bzw. ab 0.8 mit „Leere Ordner aufräumen …“ leere Ordner samt Windows-Systemdateien): _aussortiert (Aussortiertes), _exif_original (Originale vor einer EXIF-Änderung) und ab 0.4 die vom Handy geholten Dateien im gewählten Zielordner (während des Holens kurz einen versteckten Zwischenordner .photma-import-…). „Neu anfangen“ (ab 0.7) benennt den Zielordner um.

Handy: Die Verbindung zum Handy läuft über das USB-Kabel bzw. ab 0.5 über das eigene WLAN und das lokale adb-Programm – nicht über das Internet. Beim Holen liest Photma-BL nur Ordnerlisten und holt Dateien; auf dem Handy wird nichts verändert. Ausnahmen, beide nur auf Ihren bestätigten Befehl: „Für WLAN freischalten“ stellt bei älteren Handys um, wie adb erreichbar ist (siehe dort), und „Aufs Handy zurückkopieren“ (ab 0.7) legt Ordner und Dateien auf dem Handy an – ohne zu überschreiben oder zu löschen.

WLAN-Handys (ab 0.5): Solange die Handy-Seite offen ist, fragt adb im Heimnetz nach Ankündigungen von Handys mit eingeschaltetem „Kabellosem Debugging“ (mDNS, nur im eigenen Netz) und verbindet bekannte Handys. Ins Internet geht dabei nichts.

Internetverbindungen

Heimnetz: „Im Netzwerk suchen“ (nur auf Klick) fragt im eigenen Heimnetz (z. B. 192.168.178.1 bis .254) nach, welche Geräte die Windows-Dateifreigabe anbieten (Port 445), und ermittelt deren Namen. Dabei wird nichts angemeldet und nichts übertragen. Eine Sicherheitssoftware kann das als „Netzwerkscan“ melden – das ist diese Suche.

Von sich aus verbindet sich Photma-BL nur für die Versionsprüfung mit dem Internet: höchstens einmal täglich die Datei photma_bl_version.json von replikant.net (abschaltbar unter Einstellungen → Neue Versionen). Alles Weitere geschieht nur, wenn Sie es auslösen:

WannWohinWas wird übertragen
„Herunterladen“ der Ortsdatenbankdownload.geonames.orgnichts außer der Anfrage nach der Datei
„adb herunterladen …“ (ab 0.4) – nach einem Hinweisdl.google.comnichts außer der Anfrage nach den Platform-Tools
Karte mit Kartenbildern (nach Ihrer Zustimmung, abschaltbar)tile.openstreetmap.orgder angesehene Kartenausschnitt (Zoomstufe und Kachel), nicht Ihre Fotos oder deren Koordinaten
„Orte online …“ / „Ort online nachschlagen“ – nach einem Hinweisnominatim.openstreetmap.orgdie Koordinaten der gewählten Fotos, auf etwa 100 m gerundet
Klick auf die Koordinaten in der Großansicht (Kartenlink)OpenStreetMap bzw. Google Maps im Browsergenau diese Koordinaten

Fotos, Dateinamen und Pfade verlassen den Rechner nie. Das Programmfenster spricht nur mit dem lokalen Server auf 127.0.0.1; andere Programme oder Webseiten können ihn ohne den Sitzungsschlüssel nicht benutzen. Die Karte für den Standardbrowser hat einen eigenen Schlüssel, der nur diese Kartenseite öffnet. Ebenso „Im Browser abspielen“ (ab 0.8): Der Link enthält einen eigenen Schlüssel, öffnet nur Videos aus dem Katalog und gilt nur, solange Photma-BL läuft – das Video geht dabei nur vom lokalen Server an den Browser auf diesem PC.

Grenzen & Ausblick

Version 0.10.1 enthält Katalog, Ansichten (auch kombiniert), Karte, exakte und ähnliche Duplikate, alles aus GeoLocation-BL, EXIF anzeigen und ändern, Fotos und Videos vom Android-Handy per Kabel oder WLAN holen, Fotos aus Ordnern, von Festplatten, USB-Sticks, aus Cloud-Ordnern und aus Export-ZIP-Dateien (Google Takeout) holen, sie aufs Handy zurückkopieren und „Neu anfangen“ sowie Rechtsklick-Menüs überall, Mehrfachauswahl, Aussortieren/Löschen beliebiger Fotos, „Rückgängig“, „Zurück“ wie im Browser, genaue Auswahl nach Jahr, Monat, Ort, Ordner, Zeitraum und Dateiname mit Ordnen nach bis zu sechs Kriterien in einem Fenster sowie gespeicherte Ansichten („Meine Ansichten“), Videos (ansehen, extern oder im Browser abspielen), das Aufräumen leerer Ordner, das gemeinsame Aussortieren markierter Duplikat-Gruppen und einzelner markierter Fotos, den verbesserten Ähnlichkeitsvergleich und „Nicht ähnlich“ sowie das Ausschließen von Handy-Ordnern vom Holen, „Zurück“ auf denselben Kartenausschnitt sowie ab 0.9 Zoom, Helligkeit/Kontrast nur in der Ansicht, Vollbild und den Vergleich zweier Duplikate nebeneinander.

Bewusst nicht enthalten: Bildbearbeitung mit Speichern (Größe ändern, Beschneiden, Aufhellen, Wasserzeichen), Sterne, Stichwörter und Gesichtserkennung. Photma-BL bleibt ein einfaches Programm zum Holen, Ansehen und Aufräumen; für Bearbeitung „Öffnen mit …“ ein Bildprogramm wählen.

Bekannte Grenzen: RAW ohne eingebettete Vorschau wird nur einfach entwickelt, komprimierte Rohdaten gar nicht (siehe RAW/DNG); HEIC nur mit pillow-heif (in der EXE eingebaut); EXIF ändern nur bei JPEG; Videos werden nicht im Programm abgespielt (Standardprogramm oder Browser) und das Vorschaubild gelingt nur bei Formaten, die das Programmfenster lesen kann; ein auf dem Handy verschobenes Foto wird nur erkannt, wenn Name, Größe und Datum gleich geblieben sind; alle Handy-Funktionen nur mit Android (kein iPhone), per WLAN ohne Kabel ab Android 11 (ältere nach einmaligem Freischalten per Kabel); beim Zurückkopieren entscheidet das Handy, ob es das Änderungsdatum übernimmt (der Bericht zählt Abweichungen) und wann die Galerie neue Fotos zeigt; die Grenzen für „ähnlich“ sind mit erfundenen Testbildern eingestellt (mit echten Fotos noch nicht geprüft) – bei eigenen Fotos ggf. „sehr ähnlich“ oder „locker“ wählen und Fehltreffer mit „Nicht ähnlich“ melden; der Vorschau-Ausschnitt ist eine Schätzung ohne Gesichtserkennung.

Autor, Copyright, Haftung

Photma-BL 0.10.1 · Autor: Bernhard Lickert, entwickelt mit Claude (Anthropic) · © 2026 Bernhard Lickert

Haftungsausschluss: Dieses Programm wird ohne jede Gewähr bereitgestellt. Die Benutzung erfolgt vollständig auf eigene Gefahr. Der Autor haftet nicht für Schäden jeglicher Art, insbesondere nicht für Datenverlust, beschädigte, verschobene oder falsch zugeordnete Dateien, entgangenen Gewinn oder Folgeschäden, die aus der Benutzung oder der Unmöglichkeit der Benutzung entstehen – auch dann nicht, wenn auf die Möglichkeit solcher Schäden hingewiesen wurde. Legen Sie vor dem Aufräumen eine Sicherung Ihrer Fotos an.

Ortsnamen: eingebaute Liste bzw. GeoNames (www.geonames.org, CC BY 4.0); online nachgeschlagene Namen und Kartenbilder: © OpenStreetMap-Mitwirkende (www.openstreetmap.org/copyright, ODbL). Programmteile aus GeoLocation-BL 1.2, AndroidFilerBL 1.0.2 und Babierlos-BL 0.6.3 desselben Autors. adb („Android SDK Platform-Tools“) stammt von Google und wird nicht mitgeliefert.